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COVID-19-Pandemie - Wie krisenfest ist die Designbranche?

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Das Corona-Virus ist akut eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die Unsicherheit nicht nur im Hinblick auf die gesundheitlichen Gefahren für den Einzelnen verbreitet, sondern auch bezüglich der gesamtökonomischen Risiken. Noch sind die Auswirkungen der Pandemie nicht absehbar. Im Kurs wollen wir am momentanen Geschehen explorativ die Auswirkungen und Effekte auf die Designbranche erkunden.

Die Kreativwirtschaft gilt als eines der dynamischsten Wirtschaftszweige, worunter der Designbranche eine besonders hohe Innovationsorientierung und Problemlösungskompetenz zugeschrieben wird. Zugleich ist die Designbranche strukturell durch einen hohen Anteil an Klein‐ und Kleinstunternehmen geprägt und die Beschäftigungssituation – insbesondere der Freelancer (Solo‐Selbstständigen) – vielfach als prekär und ungewiss einzustufen.

Die vom Corona-Virus geprägte Krisensituation und die Ungewissheit lösen Stress, Frust und Angst aus. Unterdessen scheint beeinflusst von Experimentierfreude, ein kreativer Aufschwung an Ideen über Austausch und Teilhabe sich viral auszubreiten. Welche Potenziale und Risiken lassen sich daraus entschlüsseln, wie wirkt sich das auf die Kreativität der Designer und Designerinnen aus, wie behaupten sich die Akteure und wie wird es die Designbranche prognostisch verändern?

Inwiefern werden sich kreative Ideen mit gegenwärtig aus der Krise herausgeforderten Dienstleistungen und Produkte, die sich hier neu mit technologischer, innovativer und wissenschaftlicher Kreativität verbinden, durchsetzen können?

Wie versucht die Designbranche, die momentane Diskrepanz zwischen dem wirtschaftlichen Wettlauf gegen die Zeit und dem Gefühl von Ohnmacht und Stillstand zu bewältigen? Wie weitreichend könnten die Auswirkungen in der Designbranche ausfallen und welche Konsequenzen sich ergeben?

Diese und mehr Fragen wollen wir mit Fokus auf die Designbranche mittels explorativer Methoden der Markt- und Zukunftsforschung (Foresight) in dem Kurs erkunden. Die Explorative Forschung ist eine Untersuchungsform, bei der es keine standardisierten Forschungsmethoden gibt. Sie wird bei geringem Kenntnisstand dafür eingesetzt, um erste Einblicke in ein zu untersuchendes Thema zu bekommen, zu dem man bislang so gut wie keine gefestigten Informationen hat. Wir wollen die momentane Ausnahmesituation, die zugleich mit vielen persönlichen Belastungen und Ungewissheiten verbunden ist, und sowohl die wirtschaftlichen Herausforderungen als auch die Potenzialentfaltung der Designerinnen und Designer aufgreifen und für unsere Untersuchung, uns zu Nutze machen. Im weiteren Verlauf des Kurses sollen basierend auf qualitative Experteninterviews auf das Zukünftige gerichtete, prospektive Annahmen strukturiert erarbeitet und präsentiert werden.

Fachgruppe

Theorie

22Th-DMT Design- / Medientheorie

22Th-DT Design- / Medientheorie

Design Master

32TE-DA Designdiskurs + Argumentation

31LE-R Reflexion

Semester

SoSe 20 – WiSe 20 / 21

Wann

Dienstag, 16:00 – 19:00

Prüfungsleistung

Entwicklung, Durchführung und Auswertung von Experteninterviews sowie die Dokumentation der daraus rückzuführenden prognostische Annahmen (Hypothesen) Für die Anrechnung im Master wird zusätzlich die Durchführung von quantitativen Kontrollstudien erwartet. Hierzu sind Vorkenntnisse zu Online-Umfragetools (z.B. Survey Monkey) oder die Bereitschaft, sich damit auseinander zu setzen, Voraussetzung. Offen für ein/e Mastertutor/in (33 D-TM Tutoring / Mentoring) zur Lehr- und Recherchebegleitung; Anfragen bitte per Mail: meissner@fh-potsdam.de Wahl des Moduls je nach inhaltlicher Ausrichtung.

Archivierung

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