Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam

In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre

Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam mehr erfahren

IN RAGE - female rage im Ausstellungskontext

IN RAGE - female rage im Ausstellungskontext

Bachelorarbeit Kommunikationsdesign: Aufklärung über und Aneignung von female rage im Ausstellungsdesignkontext

Abstract

Wut ist eine starke Emotion, die sowohl zerstörerisch als auch befreiend und antreibend wirken kann. Jedoch haben insbesondere FLINTA*-Personen häufig nur einen eingeschränkten Zugang zu ihrer Wut, da das gesellschaftliche Bild von FLINTA*-Personen noch immer stark von Anpassung, Zurückhaltung und Emotionskontrolle geprägt ist. Der Begriff female rage (weibliche Wut) bezeichnet die besondere Form von Wut, die entsteht, wenn FLINTA*-Personen mit Ungerechtigkeiten, Unterdrückung oder normativen gesellschaftlichen Erwartungen konfrontiert werden. Sie kann auf strukturelle Missstände aufmerksam machen und Handlungsfähigkeit fördern, ist jedoch nicht grundsätzlich emanzipatorisch oder konstruktiv.

Das Thema female rage erfährt in den letzten Jahren eine zunehmende Sichtbarkeit im gesellschaftlichen Diskurs. Trotz dieser Präsenz fehlt es an einer umfassenden und differenzierten gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit den historischen, sozialen und geschlechtsspezifischen Bedingungen von Wut. Für diese Arbeit wird zunächst Wut aus psychologischer und gesellschaftlicher Perspektive betrachtet und anschließend female rage hinsichtlich ihrer Ursachen, Erscheinungsformen, historischen und politischen Dimensionen untersucht.

Auf Grundlage der theoretischen Auseinandersetzung mit Wut und female rage sowie einem Ideation-Workshop und der Analyse verschiedener Ausstellungen wird das Ausstellungskonzept IN RAGE entwickelt. Die Gestaltung orientiert sich dabei an drei Kategorien: Aufklären, Emotionalisieren und Empowern. Ziel ist es, Wissen über female rage zu vermitteln, eine persönliche und emotionale Auseinandersetzung zu ermöglichen und das Potenzial der eigenen Wut als Ressource für Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit erfahrbar zu machen. Das entwickelte Ausstellungskonzept verbindet dafür Wissensvermittlung mit interaktiven, räumlichen und emotionalen Zugängen und schafft Möglichkeiten für Reflexion, Identifikation und Austausch.

Abstract English

Anger is a powerful emotion that can be both destructive and liberating, as well as a driving force. However, FLINTA* people in particular often have limited access to their anger, as the societal image of FLINTA* people is still strongly characterised by conformity, restraint and emotional control. The term female rage refers to the specific form of anger that arises when FLINTA* people are confronted with injustice, oppression or normative social expectations. It can draw attention to structural injustices and foster the capacity for action, but is not inherently emancipatory or constructive.

The topic of female rage _has gained increasing visibility in social discourse in recent years. Despite this presence, there is a lack of comprehensive and nuanced social engagement with the historical, social and gender-specific conditions of anger. For this thesis, anger is first examined from psychological and social perspectives, and _female rage is subsequently analysed in terms of its causes, manifestations, and historical and political dimensions.

Based on a theoretical examination of anger and female rage, as well as an ideation workshop and an analysis of various exhibitions, the exhibition concept IN RAGE is developed. The design is structured around three categories: educating, evoking emotion and empowering. The aim is to convey knowledge about female rage, to facilitate a personal and emotional engagement with the subject, and to enable visitors to experience the potential of their own anger as a resource for self-efficacy and agency. To this end, the exhibition concept combines knowledge transfer with interactive, spatial and emotional approaches, creating opportunities for reflection, identification and exchange.

Bachelorarbeit

Bachelorarbeit_IN_RAGE_Kira_Vogtmann.pdf PDF Bachelorarbeit_IN_RAGE_Kira_Vogtmann.pdf

Bilder 1.pngBilder 1.png
Bilder 2.pngBilder 2.png
Bilder 3.pngBilder 3.png

Werkschau

Meine Werkschau ist hier zu sehen: https://studio.slashback-media.de/kira-vogtmann/

Passwort: kiravogtmann

Persönliche Reflexion

Die Bachelorzeit war eine sehr herausfordernde Zeit für mich. Ich hatte viel mit Ängsten und Blockaden zu tun in Bezug auf meinen Bachelor und ich bin unendlich stolz, es bis hier hin geschafft zu haben.

Ich habe mir mit meinem Thema und meinem Projekt eine Herausforderung gestellt. Das Thema ist sehr umfassend und ich war immer wieder frustriert weil ich das Gefühl hatte ihm nicht gerecht werden zu könne. Obwohl ich nicht vollumfassend fertig bin mit meinem Thema, bin ich jedoch überzeugt genug gelernt zu haben um es vermitteln zu können. Die Übersetzung des Themas in eine Ausstellung war unglaublich spannend und ich konnte viel über meinen Gestaltungsprozess und meinen Stil lernen.

Ich konnte es mir nicht nehmen lassen mein Ausstellungskonzept tatsächlich umsetzten zu wollen und habe für meine Prüfung geplant den Solarpavillon auf dem Campus zu bespielen. Ich freue mich sehr darauf und hoffe gleichzeitig mir nicht zu viel vorgenommen zu haben und dem Thema auch dabei gerecht werden zu können.