In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Diese Arbeit befasst sich mit den Grenzen der menschlichen Empathie gegenüber anderen Tieren und bietet in der praktischen Umsetzung eine fotografische Erzählung über menschliches Einfühlungsvermögen am Beispiel von Lebenshöfen.
Deutsch:
In meiner Bachelorarbeit beschäftige ich mich mit dem menschlichen Einfühlungsvermögen gegenüber anderen Arten.
Inwiefern prägen Gesellschaft, Gewohnheit oder Sprache den Umgang mit nichtmenschlichen Tieren? Warum löst es hierzulande Empörung aus, dass in anderen Kulturen Hunde als auch Katzen getötet und gegessen werden, während im eigenen Land das Gleiche täglich millionenfach mit anderen Arten geschieht?
Um dies näher zu erforschen, widme ich mich der Frage, ob, und falls ja, inwieweit Empathie begrenzt ist.
In der praktischen Annäherung nutze ich Fotografie als erzählerisches Mittel und begleite dokumentarisch den Alltag auf Lebenshöfen. Mit meinen Bildern möchte ich dabei einen positiven Blick auf die Beziehung zwischen Menschen und anderen Tieren ermöglichen. Weiterhin möchte ich Interesse wecken, zum Perspektivwechsel einladen und dazu beitragen, dass derlei Projekte mehr Sichtbarkeit erlangen und einem breiteren Publikum zugänglich werden.
English:
In my bachelor’s thesis, I explore the subject of human empathy toward other species.
To what extent do society, habit, or language shape our interactions with non-human animals? Why does it spark outrage in this country that, in other cultures, dogs and cats are killed and consumed – while the very same thing happens daily, millions of times over, to other species right here in our own country?
To investigate this further, I address the question of whether – and if so, to what extent – empathy is limited.
In my practical approach, I employ photography as a narrative medium, creating a documentary record of daily life at animal sanctuaries. Through my images, I aim to offer a positive perspective on the relationship between humans and other animals. Furthermore, I seek to spark interest, invite a shift in perspective, and help ensure that projects of this kind gain greater visibility and become accessible to a wider audience.
Dem theoretischen Teil meiner Bachelorarbeit nähere ich mich an, indem ich zunächst wichtige Begrifflichkeiten kläre und mich mit dem Thema Empathie auseinandersetze. In diesem Zusammenhang gehe ich in erster Linie auf die Fragen ein, was Empathie ist, wie wir sie entwickeln und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringt.
Darauffolgend widme ich mich der Betrachtung anderer Tiere durch Menschen, wobei ich mich vorwiegend auf den Aspekt der Nutzbarmachung konzentriere.
Bevor ich dann drei künstlerische Arbeiten vorstelle, die mich persönlich inspirieren, biete ich noch einen Einblick in verschiedene Wege zur Beeinflussung unseres Einfühlungsvermögens.
Im praktischen Teil biete ich eine Übersicht über Projekte aus meinem Hauptstudium, die mich dieser Bachelorarbeit stets etwas näher brachten. Ich biete Einblicke in meine fotografisch begleitete Erforschung des menschlichen Einfühlungsvermögens und reflektiere abschließend meine theoretische sowie kreative Arbeit und gebe einen persönlichen Ausblick.
Begleitend zu meiner Bachelorarbeit fertige ich ein Fotobuch an, welches am Beispiel von Lebenshöfen einen Einblick in empathische Verhaltensweisen von Menschen bietet.
Zu diesem Zeitpunkt (12.06.2026) beschäftige ich mich mit dem gestalterischen Feinschliff, eh es dann gedruckt und gebunden werden kann. Dennoch möchte ich die Möglichkeit bieten, an meinem Arbeitsstand teilzuhaben und zeige an dieser Stelle ein paar visuelle Eindrücke.
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Die Auseinandersetzung mit meiner Thesis und allem, was damit verbunden war, empfand ich als sehr spannend. Es hat mir große Freude bereitet, mich mit menschlicher Empathie im Verhältnis zu anderen Tieren zu beschäftigen. Dabei stellte sich das Thema als deutlich größer und vielschichtiger heraus, als ich zunächst erwartet hatte, sodass ich letztlich eher zu viel, als zu wenig geschrieben hatte und kurzerhand einiges kürzte.
Rückblickend war die schriftliche Auseinandersetzung für mich eine wertvolle Erfahrung. Sie hat mir geholfen, neue Perspektiven einzunehmen und ein für mich persönlich sehr emotionales Thema mit mehr Distanz zu betrachten. Durch das hinzugewonnene Wissen konnte ich viele Aspekte neu einordnen und bewerten.
Außerdem hat es mich sehr bewegt, Kontakt zu Menschen aufzubauen, deren Engagement ich nicht nur als inspirierend, sondern auch als berührend empfinde. Ich bin überaus glücklich damit, meine Leidenschaft mit einem mich bewegenden Herzensthema verbunden zu haben und freue mich dabei vor allem auch, einen Weg gefunden zu haben, mich auf motivierende und konstruktive Weise mit dem Tierschutz auseinanderzusetzen.
Zwar ist mein Buch zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig, doch ich spüre bereits, wie sehr mich die Arbeit daran motiviert. Auch merke ich, wie ich dabei aufblühe, mich auf kreative und gestalterische Weise mit dem Thema zu befassen. Fotografie an sich begeistert mich schon viele Jahre meines Lebens, hinzu kommt nun die Gestaltung eines Buches, die ich im Rahmen des Studiums als neue Leidenschaft entdecken durfte.
Eine besonders wertvolle Erfahrung der letzten Jahre war für mich die Erkenntnis, wie wichtig der Blick von außen und der intensive Austausch während kreativer Prozesse sind. Dass mein Buch heute diese Form angenommen hat, verdanke ich vor allem dem Feedback meiner Betreuerinnen und meiner besten Freundin. Ehrlich gesagt kann ich es kaum erwarten, das fertige Werk bald in den Händen zu halten und mit anderen Menschen zu teilen.