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Urban LoveScapes

Bei Urban LoveScapes beschäftigten wir uns mit Zukunftsvisionen von Orten in Berlin und wie diese die Beziehungen und Liebe zwischen Menschen beeinflussen können.

Im Laufe des Kurses haben wir uns mit der Gegenwart beschäftigt; wie sehen Orte, die Beziehungen formen, heute aus? Was definiert sie? und wie definieren wir heutzutage überhaupt Liebe?

Um diese Fragestellungen zu untersuchen, teilten wir uns in Gruppen auf, welche jeweils eine bekannte Form von Liebe auf wissenschaftlicher Ebene erkundeten. Daraufhin haben wir uns an verschiedenste Orte in Berlin begeben und diese durch eine Linse der Liebe und Menschlichkeit erkundet. Dies geschah durch Interviews mit Menschen an den jeweiligen Orten, Austausch mit Experten und auch durch eine Online-Umfrage, welche im Rahmen des Kurses gestaltet wurde.

Daraufhin haben wir unsere Erkenntnisse in Form von Fanzines in individuelle Zukunftsvisionen für die Orte in Berlin gewandelt.

Familienliebe

Die Liebe, mit welcher sich meine Gruppe im Laufe des Kurses beschäftigte, ist die Familienliebe. Zusammen haben wir uns die Definitionen der Liebe über die Jahre angeschaut und diese zusammen mit anderen Erkenntnissen in einer Präsentation zusammengefasst.

ULS Präsentation-4.pdf PDF ULS Präsentation-4.pdf

Uns war es besonders wichtig, zu vermitteln, dass sich die Definition von Familie ständig verändert und dass es keine einzige richtige Form von  Familie gibt. Familie ist etwas sehr Individuelles und wird auf unterschiedliche Weise erlebt und gelebt.

Berliner Hauptbahnhof

Der Ort, mit dem ich mich in meinem Fanzine beschäftige, ist der Berliner Hauptbahnhof. Im Rahmen des Kurses haben wir uns gemeinsam zum Bahnhof begeben. Dort hat uns DB InfraGO empfangen und uns einen sehr guten Einblick hinter die Kulissen gegeben.  

Es war für mich eine gute Entscheidung, den Berliner Hauptbahnhof zu wählen, denn für mich war er das Gegenteil von liebevoll. Ich betrachtete den Bahnhof vor der Erstellung meines Zines als laut, dreckig und hektisch. Zwar ist dies immer noch der Fall, jedoch habe ich den Bahnhof auch auf neuen Ebenen kennengelernt. Als Ort der Verbindung, als Ort von Neubeginn, von Ankunft und Abschied. All dies und mehr wird in meinem Fanzine reflektiert.

Mein Fanzine

Julien_Fanzine.pdf PDF Julien_Fanzine.pdf

Der Sinn der Zukunftsvisionen war nicht, eine realistische Zukunft zu kreieren. Die Visionen dienen als Anregung, um das Potential des Hauptbahnhofes darzustellen.  

Wie gesagt, habe ich den Bahnhof im Laufe des Kurses neu kennengelernt. Meine zwei Zukunftsvisionen sind Erweiterungen dieser Erkenntnisse.

Der Bahnhof als Ort der Verbindung:

Diese Zukunftsvision nimmt Bezug auf den Familienansatz „Doing Family“, laut dem eine Familie eine aktive Handlung ist, welche die Koordination aller Familienmitglieder und ihre Zeit fordert. Dies ist in unserem heutigen Alltag schon eine Herausforderung und wird in der Zukunft gewiss nicht einfacher.  Mein Bahnhof der Zukunft versucht Familien darin zu unterstützen und bietet Gelegenheit, sich miteinander zu verbinden.

Der Bahnhof als Ort der Ankunft & Abreise:

Die zweite Zukunftsvision nimmt das bereits Bekannte und erweitert es. Jeder kennt Bahnhöfe als Orte der Ankunft und Abreise, Was wäre jedoch, wenn dies deine erste Ankunft oder letzte Abreise wäre? Diese Vision erkundet den Bahnhof als Teil unseres Lebenszyklus.

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Reflexion

Ich habe im Urban LoveScapes Kurs vieles gelernt. Unter anderem habe ich zum ersten Mal auf empirischer Ebene Interviews geführt und habe auch zum ersten Mal an einer größeren Auflage von Risodrucken gearbeitet.

Die Kombination von wissenschaftlich fundierter Recherche und Design hat mir sehr viel Freude bereitet. Rückblickend hätte ich mich gerne noch tiefer mit den Interviews und der Onlineumfrage beschäftigt und diese im Laufe des Kurses weiter optimiert, um mehr in mein Fanzine aufnehmen zu können. Zwar fiel mir das Gestalten des Zines und das Erstellen der Zukunftsvisionen anfänglich schwer, jedoch bin ich mit dem finalen Produkt sehr zufrieden. Es ist inhaltlich etwas knapp, aber meine Visionen werden gut vermittelt und mir gefällt die Ästhetik sehr gut!

Ich habe auch gelernt, Orte auf eine neue Art und Weise zu betrachten, und erwische mich mittlerweile immer wieder dabei, mir vorzustellen, wie allerlei Orte in Berlin in der Zukunft aussehen könnten. Das Potential der Zukunft ist grenzenlos und deshalb müssen wir auch genauso denken :) 

Ich hatte viel Spaß, danke!

Ein Projekt von

Fachgruppe

Gestaltungsgrundlagen

Art des Projekts

Studienarbeit im ersten Studienabschnitt

Betreuer_in

foto: Prof. Myriel Milicevic foto: Dr. Jasmin Jossin foto: Prof. Myriel Milicevic

Zugehöriger Workspace

Urban LoveScapes – Topologien eines zukünftigen Miteinanders

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2026 / 2027