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Praktikumsbericht Bipolar Berlin

Bipolar Berlin

Die Agentur Bipolar Berlin ist eine Kreativ- und Marketingagentur mit Schwerpunkt auf der Musik- und Entertainmentbranche. Sie entwickelt strategische Konzepte, Kampagnen und Markenkooperationen für Künstler, Brands und Events. Dabei verbindet die Agentur kreatives Design, Content-Produktion, Eventmanagement und Markenstrategie. Ein besonderer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit Künstlern, Musikprojekten und starken Markenpartnern, vor allem im urbanen und kulturellen Umfeld.

Arbeitszeiten

Ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags war ein wöchentliches Team-Meeting, das jeden Montag um 10 Uhr stattfand. In diesem sogenannten Weekly wurden die Aufgaben der vergangenen Woche reflektiert sowie die anstehenden Projekte und Prioritäten für die kommende Woche besprochen. Zudem diente das Meeting dem teaminternen Austausch, bei dem offene Fragen geklärt werden konnte.

Meine Arbeitszeiten konnte ich während des Praktikums weitgehend flexibel selbst einteilen. Als Orientierung wurde empfohlen, zwischen 10 und 11 Uhr im Büro zu erscheinen, während die genaue Arbeitszeitgestaltung sowie der Feierabend individuell angepasst werden konnten. Auch die Mittagspause war frei wählbar. Meine Arbeitszeiten waren in der Regel 11 bis 19/20 Uhr

Projektarbeit und Organisation

Während meines sechsmonatigen Praktikums bei Bipolar Berlin war ich hauptsächlich in den Bereichen Grafikdesign, Konzeption und Projektorganisation tätig. Dabei arbeitete ich regelmäßig mit Programmen wie Figma, Adobe Illustrator und Photoshop sowie mit KI-gestützten Tools wie Midjourney und ChatGPT, gimini.

Meine gestalterischen Arbeiten organisierte ich überwiegend über Figma. Dort arbeitete ich in einem strukturierten Board, in dem ich eigene Seiten (Pages) für verschiedene Projekte anlegte. Diese waren für meinen Vorgesetzten jederzeit einsehbar, sodass er Feedback direkt in Form von Kommentaren hinterlassen konnte. Dadurch entstand ein effizienter und transparenter Arbeitsprozess, bei dem wir häufig parallel an Projekten arbeiteten und Anpassungen gemeinsam abstimmten.

Ich stand während des gesamten Praktikums in engem Austausch mit meinem Vorgesetzten, der als CEO der Agentur tätig ist und gleichzeitig den Bereich Grafikdesign verantwortet. Darüber hinaus arbeitete ich jedoch auch bereichsübergreifend mit anderen Teammitgliedern zusammen, darunter dem Head of Management, dem Head of Music sowie Mitarbeitenden aus den Bereichen Eventmanagement und Creative Direction. In verschiedenen Projekten wurde ich gezielt eingebunden, sodass ich Einblicke in unterschiedliche Arbeitsbereiche erhielt und interdisziplinär mitwirken konnte.

Meine Aufgabenbereiche

Ein wichtiger Teil meiner Aufgaben war die Gestaltung von Print- und Digitalmedien für verschiedene Künstler und Partner zum Beispiel:

* Flyer und Social-Media-Posts (Feed- und Story-Formate)

* Event-Visuals und Kampagnenmotive

* Logos und Merchandise-Designs

* Kalendergestaltung inklusive Druckvorbereitung

Diese Aufgaben erforderten ein hohes Maß an Flexibilität und die Fähigkeit, sich schnell auf unterschiedliche Anforderungen und visuelle Stile einzustellen.

Ein umfangreiches Projekt war die Konzeption und Umsetzung eines Kalenders. Der Kalender entstand für einen Fotografen, der im Rahmen eines Launch-Events im Fotografiska Berlin seine Arbeiten präsentierte und dort auch Bilder ausstellte. Mit ihm arbeitete ich während des gesamten Projekts sehr eng zusammen.

Ich entwickelte mehrere Designentwürfe für Cover und Inhalte, stimmte diese regelmäßig mit ihm ab und koordinierte Änderungswünsche. Außerdem übernahm ich einen großen Teil der Kommunikation rund um das Projekt. Parallel stand ich im Austausch mit verschiedenen Druckereien, holte Angebote ein, verglich Preise und betreute eigenständig die Druckabwicklung. Da der Produktionszeitraum sehr eng getaktet war, waren dabei vor allem Organisation, Verantwortungsbewusstsein und gutes Zeitmanagement gefragt.

Zusätzlich unterstützte ich Bipolar Berlin bei der Durchführung von Events. Insgesamt war ich in den sechs Monaten bei vier Events mit dabei: Airwaves x Bipolar, Zalando x Pierce x Bipolar, Playground Boxing, Berlinale. Beim Event Playground Boxing zum Beispiel war ich gemeinsam mit einem Kollegen für die fotografische und videografische Begleitung zuständig. Ich dokumentierte die Kämpfe im Ring, fotografierte die Boxer hinter den Kulissen, begleitete Trainingseinheiten, machte Aufnahmen an der Presswall und führte Interviews mit den Boxern, die ich filmisch festhielt. Dabei lernte ich, in dynamischen Situationen schnell zu reagieren, unter Zeitdruck konzentriert zu arbeiten und mich sicher im Eventumfeld zu bewegen.

Beim Event im Rahmen der Berlinale in der Fotografiska war ich hauptverantwortlich für die Social-Media-Content-Produktion, einschließlich der Erstellung und Bearbeitung von Bild- und Videomaterial. Ich konnte mich schnell in die Abläufe integrieren, stimmte mich eigenständig mit dem Fotografiska-Team ab und wurde sehr offen aufgenommen. Diese Erfahrung hat mir erneut gezeigt, wie wichtig Eigeninitiative, Kommunikationsfähigkeit und ein professionelles Auftreten bei größeren Events sind.

Bei Veranstaltungen, bei denen ich fotografisch oder im Bereich Content-Produktion tätig war, wurde ich häufig direkt gefragt, ob ich auch bei zukünftigen Events wieder mitwirken möchte. Dadurch konnte ich mir bereits während meines Praktikums erste Kontakte in der Branche aufbauen und mein Netzwerk erweitern.

Ein weiterer Teil meiner Aufgaben war die Konzeption und Gestaltung von Präsentationen (Pitches) für verschiedene Projekte und Markenkooperationen, unter anderem im Zusammenhang mit Sony, Künstlern sowie potenziellen Markenpartnern. Dabei entwickelte ich visuelle Konzepte, bereitete Inhalte zielgruppengerecht auf und überarbeitete bestehende Präsentationen sowohl inhaltlich als auch gestalterisch.

Zusätzlich übernahm ich bei Bipolar Berlin teils auch organisatorische Aufgaben wie Merchandising-Versand, Materialkoordination und teilweise die Kommunikation mit Partnern und Dienstleistern.

Fazit

Während meines Praktikums habe ich mich im Team von Anfang an sehr wohlgefühlt. Ich konnte mich schnell einarbeiten und relativ früh eigenständig Verantwortung übernehmen. Besonders wichtig war mir, mich aktiv einzubringen und ständig dazuzulernen. Ich habe viel Zeit und Engagement in meine Aufgaben investiert und hatte immer den Anspruch, hochwertige Ergebnisse zu liefern. Das Praktikum hat mich sowohl fachlich als auch persönlich weitergebracht und mir einen sehr guten Einblick in die Arbeitsweise einer Kreativagentur in der Musikbranche gegeben.

Besonders positiv habe ich meine Stärken im Umgang mit Menschen erlebt. Bei Events und Projekten bekam ich häufig sehr positives Feedback, weil ich als zuverlässige, offene und kompetente Ansprechpartnerin wahrgenommen wurde. Der direkte Kontakt mit Künstlern, Partnern und Gästen hat mir gezeigt, dass mir Kommunikation liegt und ich mich auch in zwischenmenschlichen Situationen wohlfühle.

Im Laufe des Praktikums habe ich außerdem gemerkt, dass mich neben der kreativen Arbeit besonders die organisatorischen und strategischen Prozesse interessieren. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, mich in Zukunft stärker in Richtung Management innerhalb der Kreativ- und Musikbranche weiterzuentwickeln.

Im Zuge dieser Erfahrungen habe ich für mich erkannt, dass ich mein Profil künftig stärker in Richtung Musikmanagement weiterentwickeln möchte, ohne dabei meine Tätigkeit im Grafikdesign aufzugeben. Besonders motiviert haben mich dabei die Arbeit mit Künstlern, die Abläufe hinter Projekten sowie der direkte Austausch im musikbezogenen Umfeld.

Die Kontakte und Einblicke, die ich während meines Praktikums in der Musikszene sammeln konnte, möchte ich deshalb künftig weiter nutzen und ausbauen. Meine fotografische Arbeit werde ich weiterhin nebenbei als freiberufliche Fotografin fortführen, da mir dieser kreative Bereich sehr viel Freude bereitet und sich gut mit meiner zukünftigen Ausrichtung verbinden lässt.

Alles in allem bin ich sehr dankbar für die Zeit und die gesammelten Erfahrungen, da ich nicht nur wertvolle Einblicke gewinnen und erste Kontakte knüpfen konnte, sondern auch klarer herausfinden konnte, in welche Richtung ich mich beruflich weiterentwickeln möchte.

Praktikumsbericht - Video