In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Potenziale inklusiver Gestaltung am Beispiel der Nassrasur.
Problemstellung:
Als Teil der Körperpflege gehört die Nassrasur für viele Menschen zur regelmäßigen Routine. Hierfür sind unzählige Rasierer im Handel verfügbar, jedoch besteht kaum Auswahl an inklusiven Produkten, welche individuelle Bedürfnisse und motorische Einschränkungen berücksichtigen. Da sich Gestaltung oftmals an Normierungen orientiert, werden somit potenzielle Nutzer*innen vom Gebrauch ausgeschlossen. Zudem ist das vorhandene inklusive Angebot mehrheitlich nur in Sanitätshäusern zu finden und oftmals mit Stigmatisierung behaftet.
Zielsetzung:
Im Rahmen der Masterarbeit wird ein adaptives und modulares System eines Nassrasierers entwickelt. Dabei liegt der Fokus auf einer möglichst hohen Zugänglichkeit durch eine größere Formvielfalt und einem partizipativen Prozess. Somit wird ein Teil der Gestaltungsmacht an die Nutzer*innen abgegeben, wodurch der Inklusionsgrad erhöht werden soll. Die Arbeit untersucht, warum die Rasurindustrie selten inklusive Lösungen anbietet und hinterfragt bestehende Produkte hinsichtlich ihre Gestaltungslogik.
Methodik:
Um die Gestaltungslücke hervorzuheben, wird der aktuelle Produktstandard auf die Grundprinzipien von Funktionalität, Gestaltung und Herstellung analysiert. Da der Arbeit ein partizipativer Ansatz zu Grunde liegt, werden neben einer umfassenden Literatur- und Marktrecherche und einem Interview mit einer Expertin aus der Rasurindustrie auch potenzielle Nutzer*innen unterschiedlichen Alters und Geschlechts nach ihren Erfahrungen und Bedürfnissen befragt, um mögliche Probleme, die bei der Rasur auftreten können, zu identifizieren. Die daraus gewonnen Erkenntnisse werden gesammelt und bilden die Grundlage für das Gestaltungsvorhaben.
Ergebnisse und Schlussfolgerung:
Das final entwickelte Rasierersystem zeigt, wie durch formale Vielfalt, Individualisierbarkeit und ein höheres gestalterisches Niveau der Inklusionsgrad erhöht werden kann. Außerdem betont die Arbeit das Potenzial von Design und Behinderung und macht darauf aufmerksam, dass Inklusion von Beginn an im Gestaltungsprozess mitbedacht werden sollte.
Problem statement:
As part of personal hygiene, wet shaving is a regular part of many people’s routine. Whilst countless razors are available on the market, there is a severe lack of inclusive products that cater to individual needs and motor impairments. As design is often based on standardised specifications, potential users are consequently excluded from using these products. Furthermore, the existing range of inclusive products is mostly only available in medical supply shops and is often associated with stigma.
Objective:
As part of this Master’s thesis, an adaptive and modular wet shaving system is being developed. The focus is on maximising accessibility through a wider variety of designs and a participatory process. This hands over some of the design power to the users, thereby increasing the level of inclusion. The thesis examines why the shaving industry rarely offers inclusive solutions and examines existing products in terms of their design logic.
Methodology:
To highlight the design gap, the current product standard is analysed in terms of the fundamental principles of functionality, design and manufacturing. As the project is based on a participatory approach, in addition to comprehensive literature and market research and an interview with an expert from the shaving industry, potential users of different ages and genders are also interviewed about their experiences and needs in order to identify potential problems that may arise during shaving. The insights gained from this are collated and form the basis for the design project.
Results and Conclusion:
The final razor system demonstrates how formal diversity, customisation and a higher level of design can increase the degree of inclusion. Furthermore, this work highlights the potential of design and disability, and draws attention to the fact that inclusion should be considered from the outset of the design process.