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How to Bachelor - Course Journal

Das ist ein Kursjournal, in dem ich meine Gedanken im Laufe der Zeit festhalte.

Vor dem Kurs

Bevor ich den Kurs belegt habe, habe ich mir schon Gedanken gemacht, mit welchen Themen ich mich in meiner Abschlussarbeit befassen kann. Es sind viele verschiedene Richtungen rausgekommen und offenbar haben sie unterschiedliche Umfänge und Herangehensweisen, wobei ich immer noch nicht auf einen Punkt gekommen bin. Nach einem Gespräch mit Prof. Frank Heidmann wurde ich gesagt, dass ich ja auf dem richtigen Weg bin aber gerade brauche ich nicht mir Sorge dafür zu machen, da es noch früh für mich ist – nach meinem Plan mache ich dieses Semester mein Praktikum und werde in zwei Semestern meine Abschlussarbeit absolvieren und bis dahin ändert sich die Welt auch bestimmt viel. Deswegen kann ich erstmal mein Praktikum genießen und einfach alles ausprobieren, was ich will. Daher ist mein Ziel im Kurs “How to … Freitag” eher so, dass ich bestimmte Methoden einerseits zur wissenschaftlichen Arbeit und andererseits zur Unterstützung der Entwicklung meiner Abschlussarbeit lernen möchte – die sollen auch nicht wie Advanced German Course sein, sondern etwas praktisches so wie Denkweisen, Herangehensweisen, Lösungen in Schwierigkeiten usw..

Kickoff

Im ersten Seminar wurden viele Fragen und Sorgen über Abschlussarbeit besprochen und klar beantwortet unter uns und von Prof. Marion Godau. Dabei habe ich oft ein paar Notizen für mich selbst genommen und fand sie sehr inspirierend und sie werden zu meinen Ausgangspunkten führen.

Referenzierung

Ein Vorschlag, auch als eine Hausaufgabe im Kurs, finde ich sehr praktisch und zwar Abschluss- und Forschungsarbeiten zu lesen, die Strukturen davon und die Herangehensweisen an einem Thema zu lernen und auch zu kritisieren. Dabei spielt die eigenen Kriterien ein große Rolle, um eigene Gedanken zu entwickeln. Arbeiten zu lesen und ggf. zu referenzieren ist auch sehr praktisch, um den aktuellen Entwicklungsstand kennenzulernen und braucht man nicht mehr eine bestimmte Forschung zu machen aber arbeitet darauf basierend weiter an eigenen Themen

Es gibt viele verschiedene Arten von Bachelorarbeit

Ein Thema wurde auch besprochen und zwar “Research for/into/through Art and Design”. Wichtig für mich durch die Besprechung ist, dass ich nicht nur an eine Service oder ein Produkt in meiner Bachelorarbeit denken kann, was zum “Research for Art and Design” gehört, aber auch durch meine gestalterische Arbeit eine Forschung machen kann - wobei spielt ein Punkt eine große Rolle und zwar welche Kompetenzen ich durch meine Abschlussarbeit zeigen möchte, sei es analytische und systematische Gedanken, Kollaboration, Gestaltung, und/oder die Anwendung von aktuellen Technologien (KI wie zum Beispiel). Im Gespräch mit Prof. Frank Heidmann hat er gesagt, dass ich dafür auch nicht viele Gedanken machen muss, weil alles entstehen wird, wenn ich mich mit meiner Abschlussarbeit beschäftige. Ja, er hat vllt recht, aber ich finde, diese Faktoren mitzudenken sollte auch nötig sein, um einen Überblick zu behalten, sondern kann man diese Richtlinien vergessen.

Kooperation mit Unternehmen

Zur Abschlussarbeit ist eine Kooperation mit Unternehmen auch eine gute Idee, wobei man mit realen Daten umgehen und korporative Ressourcen bekommen kann. Es ist auch eine gute Erfahrung, die man im Portfolio zeigen kann. Von einem Punkt wurde von Prof. Marion Godau erwähnt und zwar die Vorstellung sollte am Anfang geklärt werden – was sind die interessanten Felder für das Unternehmen und wie stellt sich es den Outcomes von deiner Arbeit? Um Abweichung zu vermeiden.

Psychische Gesundheit

Es ist normal, wenn man sich schwer fühlt, voranzukommen, und daher demotiviert wird. Nutzte das als eine Chance, einen neuen Tür zu öffnen – man kann die Situation analysieren und mit einem anderen Weg es überwinden.Forschung ist ja so ein Ding, tun und fragen, und tun und nochmal fragen, bis zum Ziel kommen.

Umgang mit meinen Professor:innen

Erstens, man soll früh genug nach den passenden Profs suchen. Zweitens, zwar es gibt einen/eine Hauptgutachter:in und einen/eine Sekundärgutachter:in, sollte man mit den beiden regelmäßig den Status Quo der Arbeit zeigen und besprechen, um einerseits gutes Feedback zu bekommen und andererseits es zu vermeiden, dass bei der finalen Präsentation der/die Professor:in von deiner Arbeit überrascht wird.

Analyse der BA-Arbeiten

Analyse der Bachelorarbeit_Guolong_Wang.pdf PDF Analyse der Bachelorarbeit_Guolong_Wang.pdf

Persönliche Konsultation

Bislang habe ich mich noch nicht endgültig entschieden, mit welchem Thema ich mich in meiner Abschlussarbeit beschäftigen möchte. Das Brainstorming möglicher Themen sowie die Definition der Werte, die ich in meiner Abschlussarbeit für wichtig halte, habe ich jedoch bereits im Vorfeld durchgeführt. In der Konsultation wollte ich Prof. Godau daher vor allem nach einer geeigneten Herangehensweise fragen.

Grundsätzlich interessiere ich mich sehr für Themen wie soziales Design und Community. Gleichzeitig sind mit solchen sozialen Themen sehr komplexe Fragestellung und vielfältige Anforderungen verbunden, die für eine Bachelorarbeit schnell zu umfangreich werden können. Deshalb erhoffte ich mir Methoden, mit denen sich ein soziales Thema auf einen konkreten und bearbeitbaren Forschungsschwerpunkt eingrenzen lässt. Aus dem Gespräch mit Prof. Godau habe ich viele praktische und hilfreiche Anregungen mitgenommen.

Sie schlug vor, sich all die sozialen Themen in meinem Kopf wie viele Inseln im Mittelmeer vorzustellen. Der erste Schritt bestehe darin, auf einer Insel zu landen. Anschließend müsse ich überlegen, mit welchen Werkzeugen und auf welchem Weg ich mich auf dieser Insel weiterbewege. Um konkrete Problemstellungen zu identifizieren, könne ich zunächst Interviews mit Personen führen, die von bestimmten Themen betroffen sind. Aus deren Aussagen lassen sich beispielsweise Hinweise auf die Zufriedenheit mit bestimmten Erfahrungen ableiten, die anschließend weiter untersucht werden können. Im Hinblick auf meinen Studiengang ist es dabei wichtig, stets die Auswirkungen des Interface Designs auf das soziale Thema mitzudenken.

Darüber hinaus wurde auch die Möglichkeit eines kollaborativen Projekts mit einem Unternehmen angesprochen. In einer solchen Zusammenarbeit könnte ich systemische Denkweisen entwickeln, indem sowohl Nutzer- als auch Unternehmensperspektiven berücksichtigt werden. Um eine solche Kooperation anzubahnen, wäre es sinnvoll, bereits im Vorfeld Vorarbeit zu leisten – etwa durch eine kleine Nutzerforschung, um relevante Probleme zu identifizieren. Mit diesen Ergebnissen könnte anschließend gezielt ein Unternehmen angesprochen werden, sodass sowohl die Bedürfnisse der Nutzenden als auch die Situation des Unternehmens in die Arbeit einfließen.

Neben meiner eigenen Sitzung habe ich außerdem bei einigen Konsultationen anderer Studierender zugehört. Einen Vorschlag fand ich besonders hilfreich: die Idee, eine Forschungsserie durchzuführen, um schrittweise eine finale Forschungsrichtung zu entwickeln. Durch das Ausprobieren verschiedener Ansätze können dabei auch eigene Methoden entstehen.

Exposé Entwurf

Ich habe mich noch nicht entschieden, zu welchem Thema ich meine Bachelorarbeit schreiben möchte. Zu der Zeit wurden wir jedoch aufgefordert, einen Entwurf des Exposés zu schreiben, um den Prozess zu durchlaufen und daraus zu lernen. Nach dem Lesen von „Ein Guide für die Bachelorarbeit im Designstudium“ von Hannah Krause und „Godau Strukturierung der BA-Arbeit in 8 Punkten“ von Prof. Marion Godau habe ich meine Gedanken Schritt für Schritt entwickelt: von meiner anfänglichen Idee über meine Motivation zum Thema bis hin zu konkreten Forschungsfragen und möglichen Methoden, die ich verwenden kann. Am Ende habe ich mir auch ein paar relevante potenzielle Szenarien vorgestellt, um das Thema anschaulich zu erfassen.

Guolong Wang_Exposé_2026.01.06.pdf PDF Guolong Wang_Exposé_2026.01.06.pdf

Über Exposés sprechen

In diesem Termin haben wir über die jeweiligen Exposés gesprochen und Feedback gegeben. Dadurch wurde ich für mein Thema sehr motiviert und habe viele praktische Vorschläge erhalten, die mir dabei geholfen haben, die Forschungsaspekte zu konkretisieren und geeignete Informationen in einem Exposé darzustellen. Das Feedback war zum Beispiel:

  • Den Umfang im Sinne von z. B. spezifischen Kulturen und einer Plattform/App eingrenzen, um erst einmal ein paar Daten für die weitere Forschung zu bekommen.
  • Die Begriffe, die ich in meinen Fragestellungen bzw. meinem Thema verwendet habe, zu erklären bzw. korrekt zu verwenden.
  • Hypothesen, auf denen ich meine Gedanken im Exposé entwickelt habe, beweisen.
  • Wenn meine Hypothesen bewiesen werden, wie können sie weiter zu meinem Thema Sinn ergeben?
  • Überlegen, wie Daten von Individuen und Gruppen zu sammeln sind, wenn sie für die Forschung zu meinem Thema nötig sind.
  • Unter „Methoden“ im Exposé sollte man lieber nur Methoden als Beispiele zeigen und erklären, dass es sich nicht um finale Methoden handelt.
  • Die Szenarien, die ich zur Veranschaulichung der Ergebnisse zu meinem Thema beschrieben habe, auch so erklären.

Alumni Talk

Im letzten Termin hatten wir die Gelegenheit, mit den beiden Alumnis Takisha Kinder und Tabea Jessen über ihre Bachelorarbeiten zu sprechen und ihnen Fragen zu stellen. Dabei habe ich auch ein paar gute Tipps bekommen bzw. mir Gedanken dazu gemacht:

  • Zeitmanagement wie in einem realen Job, zum Beispiel durch Sprintplanung, Tagesplanung oder Planung mit Tickets/Issues.
  • Eine „Blindness“ kann sich schnell entwickeln.
  • Die Struktur und den Plan immer im Blick behalten und die verbleibende Zeit nie überschätzen.
  • Mehrere Kurse miteinander verbinden, um daraus ein Endthema abzuleiten.
  • Den eigenen Job bzw. die eigene berufliche Perspektive im Hinblick auf die Bachelorarbeit neu denken.
  • Literatur von Anfang an markieren und strukturieren.
  • Sich mit Menschen aus unterschiedlichen Perspektiven austauschen.

Learnings über mich

Während meines Studiums habe ich mich immer mit dem Thema „Connection“ und den Beziehungen zwischen Menschen und ihrem Umfeld beschäftigt. Das liegt daran, dass ich Emotionen, Psyche, Selbstentwicklung und persönliche Harmonie sehr schätze. Darüber hinaus hoffe ich auf eine harmonische Welt. Außerdem mag ich kritisches Denken, weil ich gerne über verschiedene Werte diskutiere. Allerdings mache ich mir oft zu viele Gedanken, wodurch ich sehr langsam handle und manchmal wie in einem schwarzen Loch hängen bleibe. Deswegen denke ich, ich sollte mehr handeln als denken, um Einsichten zu sammeln, meine Gedanken zu ordnen und ein Selbstvertrauensgefühl zu entwickeln, das mir zeigt, in welche Richtung ich gehen soll.

Stand heute

In meinem Exposé habe ich das Thema „The Social Middle Ground“ erwähnt. Ich finde, das ist ein guter Anfang. Ich würde dann tiefer in dieses Thema eintauchen und mit Menschen darüber sprechen.

Feedback zum Kurs „How to Bachelor“

Ich kann den Kurs „How to Bachelor“ nur empfehlen, weil alles sehr praxisnah und inspirierend war. Es war auch ein strukturierter und ruhiger Weg, um eigene Themen zu erarbeiten.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Theorie

Art des Projekts

Studienarbeit im zweiten Studienabschnitt

Betreuer_in

foto: Prof.Dr. Marion Godau

Zugehöriger Workspace

How to ... Freitag

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2025 / 2026