In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Was ist eigentlich das Rechenzentrum? Diese Frage sollte unser A1-Graphic-Novel-Poster verständlich beantworten. Anja Engel, die Leiterin des Rechenzentrums Potsdam, gab unserem Kurs den Auftrag, das vielfältige Angebot und die Raumnutzung des Hauses zu kommunizieren. So entstanden verschiedene reale oder (halb) fiktive Storys über das RZ.
Wir sollten uns einen Comic, eine Graphic Novel oder eine/n Comiczeichner/in aussuchen, die oder der uns selbst berührt.
Ich habe direkt an den Manga „SpyxFamily“ von Tatsuya Endo gedacht.
Er erscheint seit 2019 und hat viele superlustige Stellen, ist aber im richtigen Moment auch ernst, spannend und emotional.
Hier sieht man die Familie Forger: Sie ist nur eine Scheinfamilie, die dem Protagonisten Twilight, auch bekannt als Loid Forger, für seine Mission als Spion dient. Seine Frau Yor Briar ist insgeheim eine Auftragskillerin, und die Adoptivtochter Anya kann Gedanken lesen. Ach ja – und der Hund Bond kann die Zukunft voraussehen.
Keiner kennt die Geheimnisse der anderen, deshalb müssen die Familienmitglieder sich gegenseitig oft belügen und Ausreden finden. Gleichzeitig müssen sie nach außen einen stabilen und unauffälligen Eindruck machen. Trotz dieser Schwierigkeiten kommen sie gut miteinander aus und unterstützen sich gegenseitig.
So nahm Yor extra Kochunterricht bei einer Arbeitskollegin, um ihre miserablen Kochkünste etwas zu verbessern. In dem Beispiel sieht man die Reaktion auf den Eintopf, den sie für Anya und Loid gekocht hat:
Beide waren sehr überrascht, dass man das Gericht tatsächlich essen konnte – und dass es sogar lecker schmeckt! XD
Auf der nächsten Seite bricht Yor in Tränen aus und verdeckt ihr Gesicht mit den von Pflastern beklebten Händen. Die ganze Mühe hat sich also gelohnt, und sie konnte ihre Familie glücklich machen. Generell hat sie mit Selbstzweifeln und Schuldgefühlen zu kämpfen, weshalb diese Panels auf mich einen besonders starken emotionalen Impact hatten. In dem Moment, in dem sie ihr Gesicht verdeckt, musste ich ebenfalls ein paar Tränen vergießen, weil ich mir ihre Gefühle in diesem Moment gut vorstellen konnte.
Die leichten Schattierungen im Gesicht und Effekte an der Figur sowie im Hintergrund erzeugen eine besondere Stimmung, die zusätzlich zur Emotionalität beiträgt. Die Zeichnungen mag ich sehr, weil die Emotionen durch Mimik und Gestik überzeugend transportiert werden.
Der komplette 10. Band hat mich wirklich zerrissen. Hier wird nämlich die Kindheit und Jugend von Twilight, alias Loid Forger, beleuchtet. Früher trug er einen anderen Namen (der nicht genannt wird), den er später ablegte, um die Identität des Spions Twilight anzunehmen.
Der Manga spielt in einem fiktiven Land, das stark an das geteilte Deutschland der 60er/70er Jahre erinnert. In diesem Beispiel wird der Beginn eines Krieges zwischen den beiden Staaten gezeigt. Es geht dabei um politische Spannungen im Ost-West-Konflikt.
Zu diesem Zeitpunkt ist Twilight noch ein kleiner Junge. Als die Panik ausbricht, möchte er zu seiner Mutter rennen, doch die Passanten halten ihn zurück, weil es zu gefährlich ist und alle schnell in den Bunker flüchten müssen. Trotzdem reißt er sich los.
Die meisten Panels bestehen nur aus Sprechblasen und Lautmalereien. Dadurch wirkt alles sehr hektisch, ernst, und die Angst wird eindrücklich spürbar.
Besonders stark finde ich die zweite Seite mit ihrer ungewöhnlichen, unruhigen Panelstruktur. Die Ränder wirken, als wären sie zerfetzt. Der große Schrei am Ende nimmt viel Platz ein und verstärkt den emotionalen Impact der Szene.
Obwohl keine Charaktere direkt gezeigt werden, versteht man allein durch Sprache und Geräusche, wie ernst die Situation ist. Der Text deutet an, dass die Mutter vermutlich von einer Bombe getroffen wurde. Gerade dieses Nicht-Zeigen macht die Szene so intensiv, weil die Bilder im Kopf der Lesenden entstehen.
Ich habe den stechenden Schmerz dieser Panels deutlich gespürt und musste wieder weinen. Das war hier nur ein Ausschnitt – die weiteren Kapitel waren für mich genauso emotional.
------------------------------------------------------------------------
Ich kann den Manga bis jetzt sehr empfehlen, weil er Humor, Action und Spannung gekonnt unter einen Hut bringt und zudem mit tollen Zeichnungen überzeugt! Auch von der Dramaturgie her kann man sich einiges abschauen.
Die Serie ist Stand Februar 2026 noch nicht abgeschlossen, und mit jedem neuen Band bleibt die Geschichte weiterhin spannend :D
Beim Besuch im Rechenzentrum erhielten wir dank der Führung von Anja Engel, der Leiterin, erste spannende Einblicke. Dabei suchte jeder nach Persönlichkeiten, die eine geeignete Grundlage für eine Graphic Novel bieten würden.
Drei verschiedene Ideen sollte man vorbereiten, damit man mithilfe des Feedbacks der Gruppe die stärkste davon auswählt und daran weiterarbeitet.
Zunächst habe ich mit Marina Ortega Velaz vom Haptik Magazin gesprochen und befragte sie zum RZ, da sie mit ihrem Team bereits ein offenes Redaktionstreffen dort organisiert hatte.
Außerdem erzählte sie mir von einem Weihnachtsmarkt mit Verkaufsständen, der im RZ stattgefunden hatte. Ihre Begeisterung hielt sich jedoch in Grenzen, da sie an diesem Tag mit ihrem Team kaum etwas verkauft hatte :')
Trotzdem griff ich diese eher negative Erfahrung auf und wandelte sie in ein Storyboard um:
Marina gab mir außerdem den Kontakt zu Birte Rauch. Dabei warnte sie mich vor, dass Birte gerade an ihrer Masterarbeit schreibt und deshalb möglicherweise nicht so viel Zeit hat.
Schließlich schrieb ich Birte über Insta an, und sie schlug mir unter anderem den Künstler Jasper Precht vor.
Zu ihm recherchierte ich ebenfalls und erstellte ein grobes Storyboard.
Die Ergebnisse fasste ich in einer Präsentation zusammen:
Am 24.11.25 gab uns Emilia eine Einführung in Procreate und zeigte uns dort die Frame-by-Frame-Animation.
Leider musste ich an dem Tag wegen meines Anschlusskurses früher los, weshalb ich nicht weiter an meiner begonnenen Animation arbeiten konnte.
Diese erstellte ich in der App „FlipaClip“ auf meinem Handy und zeichnete mit dem Finger ^^'
Für eine Instagram-Animation gab es die Auswahl zwischen 16:9 und der quadratischen Kachel. Für Letztere entschied ich mich, obwohl sie inzwischen wohl etwas veraltet ist.
Das war mir aber nicht so wichtig, weil ich einfach mal mit diesem Format arbeiten wollte und es mir in dem Moment passender vorkam.
Tatsächlich habe ich die Animation erst im März 2026 beendet, nachdem ich längst meinen Titel für die Graphic Novel gefunden hatte.
Sie ist relativ simpel, reicht aber vielleicht als kleiner Teaser für die Graphic Novel aus :)
Ich nahm Kontakt zu Jasper Precht auf und besuchte ihn zusammen mit Christoph T. in seinem Atelier. Dort zeigte ich ihm mein erstes Storyboard und erhielt Feedback sowie weitere Ideen!
Zum Beispiel kam ihm eine Analogie zur Pfeife von Magritte in den Sinn („Ceci n’est pas une pipe“), da auch der Landtag eine ähnliche Aufschrift trägt („Ceci n’est pas un château“). Dieses Meta-Thema wollte ich in der Geschichte durch Bilder und Anspielungen umsetzen.
Außerdem meidet Jasper „Postkartenmotive“, wie er erklärte, da diese ohnehin schon zuhauf gemalt werden. Dazu zählt er die typischen Schlösser und preußischen Bauten in Potsdam. In seinen Arbeiten konzentriert er sich eher auf unscheinbare Orte und Gebäude bei Nacht, insbesondere auf Plattenbauten und die Natur.
Daraufhin entstand ein Skript und ein neues Storyboard für die geplante Graphic Novel, dessen zentrales Thema „Schönheit kommt von innen“ ist.
Darin geht es darum, dass Jasper mit dem Fahrrad durch Potsdam fährt und nach einem neuen Motiv für sein Ölgemälde sucht. Er sieht verschiedene Fassaden, die auf den ersten Blick schön wirken, doch ihm fehlt trotzdem etwas. Nach mehreren Stunden kehrt er erschöpft zum RZ in sein Atelier zurück und bemerkt, wie schön das Gebäude am Abend leuchtet. Schließlich nimmt er es als Motiv für sein Bild.
Die Zwischenpräsentation stand an, und ich überlegte mir bereits ein paar Farbpaletten. Ich wollte einen Kalt-Warm-Kontrast erzeugen und die Farben eher abgeschwächt/gräulich halten, um einen bevölkerten Tag in Potsdam zu simulieren. Dadurch sollte der Kontrast zum RZ umso größer wirken, wenn Jasper das Gebäude betritt und ihn bunte Farben umgeben.
Der Stil sollte bewusst grafisch sein, mit klassischen schwarzen Outlines und etwas vereinfachten Gesichtsformen.
All das hielt ich in der Präsentation fest, um erneut Feedback von der Gruppe zu erhalten. Diese fand vor Ort im Rechenzentrum statt und Anja Engel war ebenfalls anwesend :)
Ich musste das Wording im Skript an einer Stelle ändern, weil es die Architektur des RZs abwertend darstellte:
„Wow, das RZ sieht abends gar nicht mal so hässlich aus!“
Die Storyabschnitte, die ich zuvor aufgebaut hatte, wurden durch diesen Satz zerstört und in dem Moment konnte ich die Kritik gut nachvollziehen. Jasper berichtete, dass einige Leute (Gegner des RZs) häufig die Ästhetik des Gebäudes bemängeln, vor allem im Vergleich zur Garnisonkirche, die direkt danebensteht. Dies wollte ich im Skript aufgreifen, obwohl ich das RZ visuell selbst sehr cool finde. Aufgrund der intensiven Arbeit bemerkte ich nicht, dass der Satz fehl am Platz wirkte.
Ich stimmte dem Feedback voll zu und arbeitete an einem verbesserten Skript und Storyboard weiter, da durch die Weihnachtsferien nicht mehr viel Zeit bis zur Endpräsentation blieb.
Ich habe wieder unterschätzt, wie schnell die Zeit vergeht und habe in den Weihnachtsferien leider kaum am Projekt gearbeitet. Außerdem habe ich ein paar Feedbackchancen ausgelassen, weil ich der Meinung war, noch nicht wirklich viel Neues zeigen zu können.
Am 12.01.2026 holte ich mir endlich Feedback ein – und das auch zurecht, denn es blieb nur noch eine Woche bis zur Endpräsentation im RZ!
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein viel zu oft overthinktes Skript, ein angefangenes Panel und eine dritte Version des Storyboards. Diese zeigte ein paar weitere interessante Fassaden wie das Schloss Babelsberg, den Hauptbahnhof, das Hans Otto Theater und das Nauener Tor.
Ich plante außerdem eine mehr oder weniger realistische Strecke durch Potsdam, die Jasper innerhalb von drei Stunden mit dem Fahrrad fahren könnte:
Die Route startet beim Kunstladen „H + W Inh. Patrick Weiss Zeichen- und Künstlerbedarf“ und endete im Rechenzentrum.
Zusätzlich suchte ich im Internet passende Referenzfotos für die Graphic Novel heraus, deren Komposition mir besonders gefiel.
Teilweise nutzte ich auch Google Maps Street View, um Bilder mit passender Perspektive zu finden, die ich hier jedoch nicht alle eingefügt habe.
Am Mittwoch, den 14.01.2026, schaffte ich es irgendwie noch, kurz nach Potsdam zu fahren, um mir ein paar genauere Bilder von den Räumlichkeiten des RZ zu machen! Das war eine tolle Abwechslung zu meiner Routine und ich hatte sogar Glück mit dem Wetter :)
Für die Farben wollte ich eine reduzierte Farbpalette nutzen, wie in dem Beispiel von Allan Sanders, jedoch mit zwei Akzentfarben (Rot und Blau) statt nur einer. Ich fand die Atmosphäre in seinem Bild super cool und wollte sie gerne nachbilden.
In meinem Testpanel ging das allerdings nicht ganz auf, weil ich es am Ende doch bunter machte. Das viele Grau, das ich ursprünglich anstrebte, findet sich daher in meinen Zeichnungen nicht so stark wieder.
Stattdessen tönte ich die Farben leicht gräulich und entschied mich jeweils für eher rötliche oder bläuliche Abstufungen. Schwarz setzte ich häufig als Schlagschatten unter dem Kinn ein, reines Weiß verwendete ich ebenfalls in den Panels. So ging ich letztlich mit dem Flow und hoffte, dass es am Ende insgesamt rund wirkt.
Da der Rest des Storyboards der zweiten Version ähnelt, habe ich ihn hier mit „ … “ abgekürzt.
Mir stand also eine einzige, intensive Woche der Ausarbeitung bevor – und die nutzte ich wirklich. Ich ging, wie die meisten im Kurs, davon aus, dass am 19.01.2026 direkt nach der Endpräsentation die Ausstellung im RZ stattfinden würde, deshalb strengte ich mich besonders an.
Ich glaube, ich war vorher im Leben noch nie so fokussiert und produktiv wie in der Woche vom 12.01. - 18.01.! Ich schraubte alle anderen Pflichten auf ein Minimum herunter. In den Ladepausen meines Laptops las ich das Buch „Making Comics“ von Scott McCloud, das mir schon sehr geholfen hat, obwohl ich es noch nicht einmal durchgelesen habe! Als zweite Lektüre diente mir der Manga „Alice in Borderland“, bei dem ich besonders auf den Panelaufbau und die Dramaturgie achtete.
Beides motivierte mich, weiterzuzeichnen, und gab mir neue Ideen.
Natürlich war ich am Sonntag super kaputt, aber auch erleichtert. Allerdings musste ich noch das A1-Plakat drucken lassen...
Das erledigte ich am Tag der Präsentation selbst, vor dem Kurs in der Warschauer Straße im Copyshop CSV. Das klappte super, und so fuhr ich nach Potsdam – leider mit ordentlicher Verspätung durch die S-Bahn :')
Das war letztlich nicht weiter schlimm, weil noch nicht alle präsentiert hatten, als ich ankam. Außerdem wurde die Ausstellung in den März verschoben! Mit dem neu erhaltenen Feedback aus den Präsentationen hatten wir also noch Zeit für den Feinschliff.
So sah mein Plakat aus. Die Zeichnungen fertigte ich in Clip Studio Paint (CSP) an, das ich erst seit Kurzem besitze. Trotzdem war es relativ intuitiv zu benutzen. Ich legte die Referenzbilder in die unterste Ebene und zeichnete mit einer schwarzen Outline darüber.
Ich versuchte, das Lineal-Tool so wenig wie möglich zu benutzen und die Linien freihändig zu zeichnen, was oft länger dauerte als gedacht. Aber ich wollte, dass die Bilder nicht zu steif oder perfekt wirken. Bei den Farben konzentrierte ich mich auf großflächige Farbfüllungen mit reduzierten Details.
Das Layout fertigte ich in Figma an, weil ich mich damit besser auskenne als mit CSP, und wählte die Schriftart „Cabin“. Ich setzte Dreiecke und Ovale zu Sprech- und Gedankenblasen zusammen. Jedes Panel erhielt einen schwarzen Rand, und ich richtete sie mittig aus. Der Titel sowie der Call-to-Action am Ende lagen außerhalb der Graphic Novel auf dem weißen Papier.
Durch die mittige Anordnung der Panels entstand eine interessante Silhouette, die irgendwie an einen Kelch erinnert. Da ich außerdem viele geplante Panels aus dem Storyboard aus Zeitgründen herausgeschnitten hatte, fiel mir die Strukturierung der Panels schwer. Ich wollte dennoch das finale Panel – Jaspers Bild – hervorheben, sodass deutlich wird, dass sich die Geschichte auf dieses Bild zuspitzt.
Im Feedback wurde gesagt, dass die Form für die Lesenden ablenkend sein kann, da man sie überinterpretiert und einen tieferen Sinn dahinter sucht. Da ich das selbst nicht bewusst so geplant und keine tiefere Begründung für die Form hatte, wollte ich das Layout ändern.
Im mittleren Panel sieht man im Hintergrund einen Mann, der eine Pfeife raucht. Das war meine subtile Magritte-Anspielung, die aufmerksame Betrachter entdecken können – oder eben auch nicht XD
Ich dachte, ich mache es offensichtlich, da im Panel links ja die Aufschrift auf dem Landtag gezeigt wird. Außerdem sieht man im rechten Bild, dass Jasper von Rauch umgeben ist, was zeigen sollte, dass der rauchende Mann an ihm vorbeigegangen ist. Hier habe ich die Montageart der Assoziation verwendet, weil ich wollte, dass die Lesenden die Verbindung zwischen den Panels selbst erschließen.
Ich fragte meine Verwandte nach Feedback, und irgendwie hat das niemand richtig bemerkt. Auf dem A1-Plakat wirkte der Mann zudem sehr klein, weshalb ich die Verwirrung gut verstehen kann. Das müsste ich also nochmal deutlicher machen.
Eine neue Erfahrung war für mich das Zeichnen mit dem Öl-Brush in CSP, um das Bild „RZ bleibt“ (Dezember 2021) von Jasper Precht nachzuahmen. Ich versuchte es nicht 1:1 abzumalen und brachte deshalb ein paar eigene Twists ein.
Zum Beispiel leuchten in meinem Bild die Fenster leicht bunt, und die Personen auf dem Sportplatz fehlen im Vergleich zum Original.
Dieses Bild trägt den Titel „Ceci n’est pas un Rechenzentrum“ = „Das ist kein Rechenzentrum“, um das Metathema noch einmal aufzugreifen :)
Zu viel Zeit verbrachte ich außerdem am Postkartenständer im ersten Panel. Ich zeichnete jede einzelne Postkarte, was aber echt spaßig war!
Als Motive wählte ich die typischen Schlösser und Sehenswürdigkeiten Potsdams, aber auch das Sandmännchen und seine Freunde, inspiriert vom Filmpark Babelsberg. Gegen Ende, als nur noch wenige freie Karten übrig waren, fiel es mir jedoch schwer, neue Ideen zu entwickeln.
Etwas schade war es, als ich das fertige A1-Plakat betrachtete: Trotz seiner Größe wirkten die Details relativ klein und fielen nicht so stark ins Auge.
Dennoch war es vielleicht die Mühe wert, weil der Gedanke zählt und der Graphic Novel zusätzlichen Charme verleiht :)
In dem Panel habe ich etwas Neues entdeckt:
Ich wollte auf keinen Fall jeden einzelnen Sticker auf Jaspers Tür nachmalen, weshalb ich sie nur mit einer schwarzen Linie umrandete und das Referenzbild einfach sichtbar ließ.
Da ich das Originalfoto auf die Panelgröße gezogen habe, litt die Qualität etwas, was aber nicht weiter schlimm war. So entstand eine leicht grainy Textur, die sich trotzdem gut mit den grafischen Farben verband.
Der Vibe gefiel mir sehr, und im Druck wirkte es noch besser. Einige dachten sogar, dass ich die Sticker ebenfalls gemalt hätte haha XD
Das war also das einfachste und schnellste Panel für mich, weil mir mein Foto so viel Arbeit abgenommen hat!
Ich habe mir die ganzen Anmerkungen aus der Feedbackrunde nach der Präsentation aufgeschrieben und wie folgt umgesetzt:
Änderungen:
Wie ich schon erwähnt habe, habe ich noch nicht so viel Erfahrung mit CSP und mich vor allem bisher kaum mit Farbseparierung beschäftigt, weil ich selbst keinen Risographen nutze. Ein Riso-Drucker druckt in einzelnen Schichten und versteht nur Graustufen.
Ich habe mehrere Stunden gebraucht, um zu checken, wie das funktioniert und wie ich die Farben in meinem Ausgangsbild am besten trenne. Aber plötzlich klappte es doch, und ich hatte eine Vorstellung davon, wie der Druck am Ende aussehen könnte.
Mit „Multiply“ habe ich die Farben Orange (2. Bild) und Purple (3. Bild) übereinandergelegt. So war ich glücklicherweise an einem Tag damit fertig und konnte die Dateien hochladen :)
Okay, dass es SO gut mit den Farben passen würde, hätte ich nicht gedacht! Gedruckt sieht es viel natürlicher und näher an meinem Originalpanel aus :D
Merle und Christoph haben das Design der Postkarten erstellt und den Druck übernommen. Danke nochmal ♥
Dieser Kurs war einer der spaßigsten für mich, weil ich schon seit meiner Kindheit Interesse an Comics habe und die Möglichkeit bekam, mich an einem Auftrag für das RZ zu versuchen! Außerdem hatte ich bisher noch nicht im A1-Format gearbeitet.
In den Theorieeinheiten erfuhr ich viele neue Dinge über Comics und habe mich erneut verliebt. Es ist einfach so ein mächtiges Medium und gleicht für mich einem Filmdreh. Die ganzen Schnitteffekte und Kamerawinkel existieren auch dort, nur dass man sie auf dem Papier glaubhaft simulieren muss und die Fantasie der Lesenden durch Auslassungen noch stärker angeregt wird. Comics können so viel mehr als nur unterhalten. Deshalb möchte ich weiterhin die Augen offenhalten, mich im Paneling und Storyschreiben üben und gute Werke lesen :)
Es würde mich außerdem freuen, wenn mein Plakat zur Sichtbarkeit des Rechenzentrums beitragen könnte und hoffentlich ein paar mehr Leute dadurch darauf aufmerksam werden. Denn auch ich wusste vorher nicht viel darüber und hatte den Konflikt zwischen dem RZ und der Garnisonkirche nicht verstanden. Hoffentlich bleiben beide Gebäude nebeneinander bestehen, denn ich habe noch nie zuvor so unterschiedliche Bauwerke nebeneinander gesehen. Eine perfekte Repräsentation für die Gegensätze der Stadt Potsdam und eine tolle Anregung zum Austausch.