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Buch und Narration - Kuriose Tiere

Buch und Narration - Kuriose Tiere

In diesem Kurs habe ich mich mit der Entwicklung und Umsetzung eines Gestaltungskonzeptes für ein Buch beschäftigt. Der Inhalt des Buches sind kuriose Geschichten über Tiere, die von Wikipedia genommen wurden.

Konzept und Umsetzung

Ich hatte relativ schnell das Ziel im Kopf, ein eher kleineres Buch gestalten zu wollen. Es sollte ein Buch sein, das aufgrund seiner Größe überall mit hingenommen werden kann, sodass die Leserin auf einer kurzen U-Bahn-Fahrt oder während sie auf den Bus wartet, kurz das Buch herausholt und schnell ein Kapitel liest.
Demnach entschied ich mich für eine Größe von 10 x 15cm je Einzelseite. Das Buch sollte in Textseiten (die schwarz-weiß gedruckt sind) und Bildseiten (farbig) unterteilt werden, welche sich alle ca. 3-4 Tiergeschichten abwechseln. Dadurch wird der Druckpreis des Buches gesenkt, da ich nicht alle Seiten farbig drucken muss, und es kommt auch deutlich mehr Abwechslung in das Buch. Zusätzlich wechselt auch das Papier: Für die schwarz-weiß-Textseiten habe ich mich für ein ungestrichenes Papier entschieden (Pergraphica 120g) und die farbigen Bildseiten wurden auf gestrichenes Papier (Magnogloss 135g) gedruckt. Für eine weitere Abgrenzung habe ich mich entschieden, die Bildseiten 1,5 cm schmaler zu machen, sodass eine Einzelseite 8,5 x 15 cm misst. Dadurch können diese Seiten relativ schnell gefunden und aufgeschlagen werden, was vor allem ein Vorteil ist, wenn man das Buch unterwegs schnell herausholt, um ein wenig drin zu blättern und schnell ein gewünschtes Kapitel finden möchte.
In dem Buch steht ein Kapitel für eine Tiergeschichte. Um welches Tier es sich in der jeweiligen Geschichte handelt, kann zum einen im Inhaltsverzeichnis und zum anderen in dem Kolumnentitel auf der rechten Buchseite herausgefunden werden. Die Geschichten habe ich nach den Tierarten alphabetisch sortiert.
Jede Tiergeschichte fängt mit dem Titel und einem ausgeschnittenen und grob gerasterten Bild des Tieres an, was sich meistens über eine Doppelseite erstreckt. Auf der Doppelseite steht zusätzlich entweder ein einleitender kurzer Abschnitt (Schriftgröße 16 pt) oder schon normaler Lesetext (Schriftgröße 10 pt). Die im Buch verwendete Schriftart ist die Avara. Außerdem habe ich 5-spaltig gearbeitet.

(Textart - Font, Schriftgröße, Schnitt):

Überschrift - Avara, Größe variiert je nach Wortlänge, Bold

Größerer Einleitungstext - Avara, 16 pt, Bold

Fließtext - Avara, 10 pt, Bold

Bildunterschrift, Kolumne- Avara, 6 pt, Bold Italic

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Bindung

Bei der Bindung entschied ich mich für eine Fadenheftung mit Freirückenbroschur für ein möglichst gutes Aufschlagverhalten trotz kleiner Buchgröße. Der Umschlag ist farbiges Papier mit einer Grammatur von 270g, den ich mit Neonpinker Siebdruck-Farbe bedruckt habe. Auf dem Umschlag wollte ich die grobe Rasterung der Bilder aufgreifen, allerdings eher als ein abstraktes Muster statt ein auf Anhieb erkennbares Tierbild.

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Instagram-Post

Der Instagram Post besteht aus verschiedenen Slides - Der erste Slide ist eine kurze Animation der gescannten Seiten und des Musters, das auf dem Umschlag zu sehen ist. Die nächsten Slides zeigen noch einmal eine Auswahl der einzelnen Scans, damit man sich diese genauer angucken kann.

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Fazit

Zu Beginn viel es mir nicht ganz so leicht, ein visuelles Konzept zu entwickeln. Lange hatte ich das Gefühl, zu „langweilig“ oder „gleichbleibend“ zu gestalten. Allerdings habe ich gelernt, dass es gerade bei einem Buch wichtig ist, nicht jede Seite komplett neu zu erfinden, sondern ein einheitliches Konzept zu Beginn, bei dem es dann wichtig ist, „auszuhalten“ jede Seite danach zu gestalten. Diese Erkenntnis tat allerdings sehr gut, und mit der Zeit viel es mir deutlich leichter.

Der Input zu Beginn einiger Seminarstunden hat mir sehr viel gebracht. Ich habe noch einmal viel im Umgang mit InDesign gelernt und konnte außerdem ein Grundwissen zu verschiedensten Themen wie Buchgestaltung, Layout oder Begrifflichkeiten wie „Satzspiegel“, „Kolumne“ etc. aufbauen. Das war auch ein großer Grund, warum ich diesen Kurs in meinem Hauptstudium noch einmal gemacht haben wollte - weil ich in meinen bisherigen gewählten Kursen zu diesen spezifischen Themen noch viel zu wenig bis gar nichts gelernt hatte. 

Außerdem konnte ich dadurch feststellen, in welchen Bereichen ich noch deutlich mehr lernen muss bzw. möchte. Ein Bereich davon ist das Setzen von Flattersatz. Das viel mir extrem schwer. Zwar haben wir einiges an Input zu Blocksatz bekommen, jedoch rückblickend viel zu wenig zum Thema Flattersatz. Als ich mich anschließend selber informieren wollte und im Internet verschiedenste Seiten und Beispiele durchgelesen hatte, war ich nur noch verwirrter, da es teilweise sehr viele gegensätzliche Informationen und Regeln auf den verschiedensten Seiten gab. An dem Punkt hat mir gefehlt, noch einmal persönlich darüber zu sprechen und im Seminar nachzufragen. Allerdings waren die Seminare und Konsultationen vor Ort in der Fh schon vorbei. Dass zur Buchgestaltung auch das richtige Korrigieren eines Block- oder Flattersatzes gehört, hatte ich nicht auf dem Schirm (auch wenn es im Nachhinein sehr logisch erscheint) und mich dementsprechend auch vorher nicht mit auseinandergesetzt.

Der Kurs hat mein Wissen im Kommunikationsdesign deutlich erweitert und auch wenn man von Buchgestaltung allein nicht leben kann, war es eine wichtiger Kurs in meinem Studium.

Fachgruppe

Kommunikationsdesign

Art des Projekts

Keine Angabe

Zugehöriger Workspace

Buch und Narration

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2024 / 2025