In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Im Kurs Wired & Weird ging es darum, physische Daten wie zum Beispiel Bewegung oder Temperatur mit Sensoren zu verbinden und in digitale Animationen in TouchDesigner zu übersetzen. Wir haben gelernt, wie man mit der Software TouchDesigner arbeitet, um interaktive Visualisierungen zu erstellen, wie man Schaltkreise lötet, programmiert und Technik für kreative Gestaltung nutzt.
Am Anfang haben wir mit einfachen Aufgaben gestartet, wie einer gelöteten Grafik auf einem Baumstück, und uns dann langsam zu komplexeren Projekten wie dem Löten eines LED-Cubes vorgearbeitet.
Cube: Mit Lisa-Marie Pfadt in Zusammenarbeit
Nachdem wir das Löten gelernt hatten, ging es weiter mit Sensoren – wie sie funktionieren, wie man Schaltkreise für sie baut und sie mit Code ausliest und steuert. Dabei haben wir den Serial Monitor genutzt, um Sensordaten auszuwerten und damit Reaktionen auszulösen, zum Beispiel auf Bewegung oder andere Umwelteinflüsse.
Anfangs haben wir mit kleinen Aufgaben gearbeitet, erst mit wenigen Sensoren, dann mit mehreren. Zuerst leuchteten einzelne LEDs auf, dann alle zusammen, dann begannen sie zu blinken. Wir haben verschiedene Blinkmuster ausprobiert und schließlich Licht mit Sound kombiniert. Am Ende konnten wir nicht nur LEDs steuern, sondern auch mit dem Arduino-Board und einem Lautsprecher Musik abspielen – so haben wir eine Verbindung zwischen Licht und Klang geschaffen.
Für mein Abschlussprojekt entwickelte ich ein interaktives, animiertes Plakat, das sich mit den vier Naturelementen Feuer, Wasser, Luft und Erde befasst. Das Ziel war es, diese durch Sensoren erfahrbar zu machen und die Verbindung zwischen Mensch, Natur und Technologie zu visualisieren. Das Konzept basiert auf der ästhetischen und symbolischen Darstellung der Elemente. Feuer steht für Energie, Wandel und Dynamik, Wasser symbolisiert Fluss, Anpassungsfähigkeit und Tiefe, Luft repräsentiert Freiheit, Bewegung und Unsichtbarkeit, während Erde Beständigkeit, Wachstum und Stabilität verkörpert.
Das Plakat verwendet einen minimalistischen, modernen Stil mit schwarzem Hintergrund und weißer Typografie, um die digitale und physische Ästhetik klar zu verbinden. Die Animationen wurden in TouchDesigner erstellt und durch verschiedene Sensoren beeinflusst.
Um die Elemente interaktiv zu gestalten, wurden Sensoren genutzt, die spezifische Umwelteinflüsse erfassen. Ein Flammensensor wurde für Feuer eingesetzt, ein Feuchtigkeitssensor für Wasser, ein Mikrofon beziehungsweise Soundsensor für Luft und ein Lichtsensor für Erde.
Jeder dieser Sensoren soll eine visuelle Reaktion im Plakat auslösen. Sobald ein Sensor aktiviert wird, startet die entsprechende Animation, und nachdem ein anderer Sensor aktiv wird wird dann diese Animation wiederum aktiviert. D. Die Sensoren wurden mit einem Arduino-Board verbunden, das die Daten in TouchDesigner überträgt. Dort wurden die Animationen generiert und angepasst, sodass die Interaktion der Nutzer visuell erfahrbar werden kann.
Feuer wird durch eine Flammenanimation mit dynamischem Flackern dargestellt, Wasser zeigt fließende Wellenbewegungen, Luft wird durch wirbelnde Partikelströme visualisiert und Erde durch wachsende Pflanzenformen repräsentiert.
Das Plakat wurde für eine immersive Ausstellung im Kraftwerk gestaltet, einem Ort, der mit seinem modern-rustikalen Stil und seinen großflächigen Installationen perfekt zum Thema passt. Die Kombination aus industrieller Atmosphäre und natürlicher Ästhetik unterstreicht die Verbindung von Technik, Kunst und Umwelt, die im Projekt thematisiert wird.
So kann man die Elemente des Plakats durch Interaktion mit den Sensoren selbst erleben. So entsteht eine immersive Erfahrung, die zeigt, wie physische Daten und digitale Gestaltung miteinander verschmelzen können.
Das Projekt gibt einen Einblick in die Verbindung zwischen Mensch und Technologie und zeigt, welche Potenziale interaktive, sensorbasierte Gestaltung für zukünftige mediale und künstlerische Arbeiten möglich sind.
Das Plakatprojekt war eine coole Möglichkeit, um mit Sensoren, Arduino und TouchDesigner rumzuprobieren. Die Mischung aus Programmieren, Design und Technik hat gezeigt, wie man physische Daten in digitale Animationen übersetzen kann.
Der Kurs hat mir nicht nur die Basics in Arduino und TouchDesigner beigebracht, sondern auch, wie wichtig es ist, dass Konzept, Ästhetik und Funktion zusammenpassen. Ich fand es mega, dass wir die Sensoren und das Plakat frei gestalten konnten. TouchDesigner war aber manchmal echt nervig, weil es anders funktioniert als andere Programme, die ich kannte. Die Sensoren waren auch ziemlich empfindlich, und die Verbindung mit TouchDesigner hat nicht immer geklappt.
Weil ich vorher noch nie mit Arduino oder TouchDesigner gearbeitet hatte, musste ich viel rumprobieren. Die Kombination aus Hardware und Software war tricky, weil schon kleine Änderungen alles durcheinanderbringen konnten. Trotzdem war es cool zu sehen, wenn dann auch mal was geklappt hat und man kleine Erfolge feiern konnte. Das gab dann wieder Motivation weiter zu machen. Wir hatten auch Yin immer an unserer Seite, was eine Riesen große Hilfe und auch Inspiration war, dran zu bleiben.
Am Ende war es super spannend, mit echten Daten zu arbeiten und daraus was Visuelles zu machen. Trotz der Herausforderungen hab ich viel gelernt und freue mich, das Wissen in neuen Projekten weiterzunutzen!