Objekt 1.
Dieses Objekt entstand in der Technik Reihensteck, komplett ohne Computer – nur mit Lineal, Cuttermesser und den Händen. Ziel war es, eine kurvige Erhebung darzustellen. Da es mein allererster Versuch war, konnte ich die Bewegung noch nicht überzeugend umsetzen, und auch die Größe der Segmente für die Steckverbindung mit den Stegen war nicht ganz genau berechnet. Trotzdem half mir dieses Objekt zu verstehen, wie ich weiterarbeiten sollte.
Objekt 2.
Für dieses Objekt wählte ich bewusst eine möglichst einfache, gerade und symmetrische geometrische Form – ganz ohne Rundungen – um das Prinzip der Technik Reihensteck besser zu verstehen. Es entstand von Hand.
Objekt 3.
Dieses Objekt ist das Negativ von Objekt 2: Aus den Verschnittresten, die bei dessen Herstellung übrig blieben, entstand mit der Technik Reihensteck ein neues Objekt, ebenfalls von Hand gefertigt.
Objekt 4.
Für dieses Objekt verwendete ich statt Papier Karton und arbeitete erstmals mit der Technik Reihensteck am Lasercutter statt von Hand. Ich wollte eine Wellenbewegung darstellen. Dafür erstellte ich zunächst ein 3D-Modell, das ich anschließend in Segmente zerlegte und als Vorlage für den Lasercutter aufbereitete – meine erste Erfahrung mit 3D-Modellierung.
Objekt 5.
Dieses Objekt entstand ebenfalls aus Karton, diesmal in der Technik Kreuzsteck, modelliert in Fusion 360 und am Lasercutter umgesetzt. Ich wollte einen geschlossenen, ringförmigen Körper schaffen – bewusst nicht symmetrisch, sondern schief und verdreht. Die gewünschte Verzerrung konnte ich dabei jedoch nicht vollständig umsetzen.
Objekt 6.
Für dieses Objekt verwendete ich dünnes, aber festes Papier (ca. 0,3–0,4 mm), wie bereits bei meinen ersten Modellen. In der Technik Kreuzsteck, digital modelliert und am Lasercutter gefertigt, wollte ich eine äußere und innere Bewegung innerhalb einer quaderförmigen Struktur darstellen. Leider wurden die Wände zu dick, sodass die innere Bewegung kaum sichtbar ist. Da die Form teilweise geschlossen ist, war der Zusammenbau sehr aufwendig und dauerte mehrere Stunden.
Objekt 7.
Dieses Objekt ist eine Überarbeitung von Objekt 6: Ich habe die Form an zwei Kanten beschnitten und die Wände dünner gestaltet, um die innere Bewegung besser sichtbar zu machen. Auch dieses Objekt entstand in der Technik Kreuzsteck, digital modelliert und am Lasercutter gefertigt. Der Zusammenbau war ebenfalls sehr zeitaufwendig.
Objekt 8.
Auch dieses Objekt entstand aus Papier in der Technik Kreuzsteck. Ich wollte ein Gefühl von Zartheit und gleichzeitiger Stabilität vermitteln. Nach der Fertigstellung erinnerte mich das Objekt an eine Türklinke.
Objekt 9.
Diese Serie – Objekte 9 bis 11 – entstand aus Papier in der Technik Kreuzsteck. Ich wollte eine gestreckte, hausähnliche Form schaffen, die an ein architektonisches Element erinnert. Dieses erste Modell gefiel mir insgesamt gut, wobei mir die Übergänge noch nicht fließend genug waren.
Objekt 10.
Bei diesem Objekt arbeitete ich mit zwei Höhenpunkten, wodurch die Form entfernt an eine Schleuder erinnert. Die Übergänge sind fließender gestaltet als bei Objekt 9 – dieses Objekt gefiel mir am besten der Serie.
Objekt 11.
Hier wählte ich den entgegengesetzten Ansatz: eine breitere, spitzere, fast pyramidenartige Form, die dabei dennoch unbestimmt und fließend bleibt.
Objekt 12.
Die Inspiration für dieses Objekt war ein Kreisel. Ich wollte diese Form aufgreifen und zugleich gleichmäßige, quadratische Zwischenräume zwischen den einzelnen Teilen schaffen, sodass das Ganze geometrisch und ausgewogen wirkt. Auch dieses Objekt entstand aus Papier in der Technik Kreuzsteck.
Objekt 13.
Dieses Objekt knüpft an Objekt 5 an, wurde jedoch – wie inzwischen bevorzugt – aus Papier statt Karton gefertigt, da sich dieses Material für mich angenehmer verarbeiten ließ. In der Technik Kreuzsteck entstand erneut ein geschlossener, ringförmiger Körper, mit dem ich ein Gefühl von Fließen und wechselnder Höhe und Breite vermitteln wollte. Anders als bei Objekt 5 erhielt die Form unten einen flachen Schnitt, wodurch das Ergebnis insgesamt ausdrucksstärker wurde und meine Idee besser zum Ausdruck brachte.
Objekt 14.
Mit diesem Objekt begann ich, in der Technik Rotationskörper aus Papier zu arbeiten. Den Zuschnitt entwarf ich selbst am Computer, ohne 3D-Modellierung. Die Inspiration kam vom Meer und von Oktopussen. Das Ergebnis war noch nicht gelungen – ich versuchte hier vor allem zu verstehen, wie die Technik funktioniert.
Objekt 15.
Dies ist die korrigierte Version von Objekt 14. Nachdem ich meine Fehler erkannt hatte, gelang mir hier eine gleichmäßige, symmetrische und stimmige Form – ebenfalls in der Technik Rotationskörper aus Papier, ohne 3D-Modellierung entworfen.
Objekt 16.
Auch dieses Objekt entstand in der Technik Rotationskörper aus Papier, ohne 3D-Modellierung. Ursprünglich wollte ich eine gerade, karottenähnliche Form mit nur einer zentralen Verbindung pro Segment schaffen. Da diese Verbindung mittig lag, kam mir die Idee, die Ausrichtung der Segmente abwechselnd zu spiegeln – das Ergebnis erinnert nun an einen Propeller.
Objekt 17.
Für dieses Objekt zeichnete ich den Zuschnitt in Adobe Illustrator, in der Technik Rotationskörper aus Papier. Erstmals setzte ich zusätzlich Fäden zur Verbindung ein. Die Inspiration war ein Zirkuszelt; im Nachhinein hätte ich mir etwas mehr Farbigkeit gewünscht, insgesamt bin ich mit dem Ergebnis aber zufrieden.
Objekt 18.
Auch dieses Objekt zeichnete ich in Adobe Illustrator, in der Technik Rotationskörper aus Papier. Die Inspiration war ein Kaktus. Das Ergebnis ist sehr stimmig geworden und erinnert zugleich an einen Kronleuchter.
Objekt 19.
Dieses Objekt entstand ebenfalls in Adobe Illustrator, in der Technik Rotationskörper aus Papier. Inspiriert von einem Kreisel und vom Zirkus, wollte ich eine dornenartige, geometrische Form schaffen. Zusätzlich fügte ich einen Schlitz ein, um der Form mehr Leichtigkeit zu verleihen.
Objekt 20.
Dieses Objekt entstand in Adobe Illustrator, in der Technik Rotationskörper aus Papier. Inspiriert von Sonnenblumen und den im Unterricht gezeigten Arbeiten von Ferry Staverman, gelang mir hier eine stimmige, luftige Form mit einem eleganten Stiel und leicht chaotisch wirkenden, aber dennoch harmonischen Blütenblättern.
Objekt 21.
Auch dieses Objekt wurde von Ferry Stavermans Arbeiten inspiriert und in Adobe Illustrator entworfen, in der Technik Rotationskörper aus Papier. Es nahm die meiste Zeit aller Objekte in Anspruch. Zusätzlich zu Fäden, die dem Objekt ein leichtes, ballonartiges und voluminöses Gefühl verleihen, fügte ich am Rand jedes Segments kleine Löcher hinzu, die eine weiche Wirkung erzeugen. Dieses Objekt ist mein persönlicher Favorit der gesamten Serie.
Schnittmuster
Alle Zuschnitte habe ich selbst entwickelt – teils mit Fusion 360 modelliert, teils direkt in Adobe Illustrator gezeichnet.
Reflexion
Der Kurs hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es war spannend, mit Papier zu arbeiten und verschiedene Techniken kennenzulernen, und die Inspirationsquellen waren sehr interessant. Besonders gut gefallen hat mir die Zeitgestaltung: Es gab viel Raum für selbstständiges Arbeiten, sodass wir nicht stundenlang gemeinsam im Klassenraum sitzen mussten, sondern jeder sein eigenes, passendes Arbeitsformat wählen konnte.
Was mir jedoch gefehlt hat, waren technische Erklärungen im Umgang mit den 3D-Programmen. Während viele technische Aspekte der Papierarbeit gut erklärt wurden, mussten wir uns die Grundlagen der 3D-Programme – etwa wie man Zuschnitte erstellt oder Objekte in Segmente zerlegt – komplett selbst aneignen. Ein Verweis auf ein Tutorial oder eine Videoanleitung wäre hier sehr hilfreich gewesen, zumal Vorkenntnisse in 3D-Programmen keine Teilnahmevoraussetzung waren. Insgesamt entstand mehrfach der Eindruck, dass der Kurs – obwohl offiziell für alle Studiengänge zugänglich – eher auf Studierende des Produktdesigns ausgerichtet war.