1. Problemstellung

Bestehende Lösungen adressieren das Problem nur teilweise: Consumer-Produkte wirken ästhetisch unzureichend und erzeugen keinen räumlichen Effekt, professionelle Veranstaltungstechnik ist unerschwinglich und standortgebunden. Das eigentliche Defizit liegt nicht in fehlender Lichtmenge, sondern in fehlender Synchronität: 

Club-Atmosphäre entsteht durch koordiniertes, sound-reaktives Licht, das den Raum als Ganzes bespielt.

2. Lösung

RAVER ist ein modulares, akkubetriebenes Lichtsystem aus verschiedenen Einheiten: LED-Matrix & Light-Bar, die sich kabellos im Raum verteilen lassen und synchron kommunizieren. Mithilfe einer Web-App lassen sich die Module koppeln und im digitalen Raum anordnen. Zusätzlich analysiert ein Hauptmodul Audio in Echtzeit und steuert alle Module BPM-synchron. Das Ergebnis ist kein additives Licht, sondern ein inszenierter Raum.

3. Aufbau & Technologie

Das System gliedert sich in drei Ebenen:

  • Hardware: Alle Module teilen denselben Aufbau mit Akku, Mikrocontroller, Ladeoptionen, Befestigungspunkten und Magnetische Seiten. Die Module werden in volle und halbe Module unterteilt und besitzen bis auf der Höhe, die gleichen Maße.

  • Kommunikation: Ein dezentrales 2.4GHz-Netzwerk verbindet alle Module automatisch, ohne Router oder bestehendes WLAN, mit minimaler Latenz für synchrone Effekte. 

  • Software: Die App übernimmt Positionserkennung und Live-Steuerung; passender Code verarbeitet Audio und sendet Steuersignale an die Module.

4. User Interface

5. Nachhaltigkeit

Das modulare Prinzip wurde bereits bei der Konzeption nachhaltig gedacht: Defekte Einzelmodule sind reparierbar, Akkus separat tauschbar und Gehäuse auf wenige robuste Materialien reduziert. Das System ist auf Erweiterung statt Neuanschaffung ausgelegt und steht damit im klaren Kontrast zu kurzlebigen Consumer-Produkten sowie energieintensiver Profi-Technik.

6. Zielgruppe & Markt

Primär: Musikaffine 20- bis 35-jährige Personen mit regelmäßigen privaten Events. 

Sekundär: Semi-professionelle DJs und VJs, die portable Licht-Lösungen für kleinere Auftritte benötigen. 

Ergänzend adressiert das System den wachsenden Markt für immersive Heimerlebnisse, in dem Nutzer*innen zunehmend in Raumerlebnis statt in Einzelgeräte investieren.

7. USP & Wettbewerb

Bisherige Consumer-Produkte sind nicht synchronisiert, nicht positionsbewusst und nicht erweiterbar. Professionelle Technik ist nicht portabel und nicht einfach zugänglich. 

RAVER besetzt den unbesetzten Mittelpunkt: professionell in der Wirkung, portabel in der Handhabung und einfach im Setup. Der entscheidende Vorsprung ist die positionsbewusste, synchrone Steuerung, eine Funktion, die im Consumer-Markt bisher nicht existiert und den Unterschied zwischen einer Ansammlung von Leuchten und einem inszenierten Raum definiert.

8. Erster Pitch

9. Arbeitsprozess

10. Ausblick

Nach dem zahlreichen positiven Feedback auf der Werkschau sehe ich Potenzial, dieses Produkt weiter auszubauen. Die Herstellung der Module ist bisher mit hohen Kosten und viel zeitlichem Aufwand (und auch Frust beim Verlöten) verbunden. Dies möchte ich als Erstes mit einem Custom-PCB Lösen. Dafür habe ich mich in die Thematik eingearbeitet und meine erste eigene Platine selbst designed und herstellen lassen. Diese muss nun getestet und weiter optimiert werden. Damit ist die Herstellung der Lichtmodule viel effizienter und kostengünstiger.

Des Weiteren muss die Software noch ausgebaut werden. Nun wurde der Proof of Concept erfolgreich umgesetzt. Jetzt muss das Lichterlebnis jedoch noch verfeinert werden. Genauso wie das Optimieren des User Interfaces im allgemeinen.

In Zukunft möchte ich das Produkt so optimieren, dass davon eine Kleinserie hergestellt und verkauft werden kann.

11. Reflexion

Durch dieses Projekt habe ich sehr viel lernen können und hatte die Möglichkeit, mich mit Themen zu beschäftigen, welche ich schon länger Interessant fand, jedoch nie die Zeit dafür finden konnte. Der Kursumfang, in dem dieses Projekt entstand, war eigentlich viel geringer, als ich wirklich reingesteckt habe. Dies hat mich jedoch nicht abgehalten, alles zu geben, da ich das Potenzial dieses Projektes früh gesehen habe.

Das ganze Projekt war hauptsächlich nur durch die Hilfe von K.I. möglich. Die Möglichkeiten, welche man heutzutage durch diese Tools besitzt, ermöglichen ganz neue Wege in kürzester Zeit. Zuvor hatte ich nur vereinzelt mit Elektronik gearbeitet, jedoch durch das kollaborative Arbeiten mit der K.I. konnte mir gesagt werden, welche Komponenten ich für mein Projekt brauche. Und so habe ich dann auch immer mehr zu den Themen gelernt und könnte solche Projekte schon nahezu alleinstehend planen. Auch in Hinsicht der Programmierung hatte K.I. einen großen Stellenwert. Durch sehr viele Iterationen und immer weitere Optimierungen des Codes entstand das Projekt. Ich habe gelernt, K.I. als Partner beim Arbeiten zu sehen, jedoch die kreative Arbeit und wichtige Entscheidungen selbst zu fällen und dann von der K.I. umsetzen zu lassen.

Ich freue mich sehr, das Projekt noch über die nächsten Semester weiterzuführen, um wirklich etwas Handfestes zu haben, worauf ich sehr stolz sein kann.