Moodboard und eigene Haltung

„Klimakrise ist 2050 längst eine Frage des Geldbeutels.“

Meine persönliche Haltung in diesem Projekt basiert auf der Überzeugung, dass wir in der Klimakommunikation den Fokus von rein ökologischen Schockbildern hin zu sozialer Gerechtigkeit und Verteilungstragödien lenken müssen. Ich nutze das Medium des Wimmelbildes, um die gesellschaftliche Spaltung im Jahr 2050 radikal und doch narrativ zu vermitteln.

Durch die Aufteilung der Erdscholle blicke ich unter die Oberfläche des Notstands: Während die breite Bevölkerung oben unter extremer Hitze leidet und sich verzweifelt auf eigene Faust in die Erde bohrt, schottet sich die Elite im Untergrund ab.

Mein Design soll aufrütteln, die Dringlichkeit von Ressourcengerechtigkeit unterstreichen und durch die Figur des Aktivisten gleichzeitig zeigen, dass ziviler Protest am Rande des Abgrunds essenziell bleibt, um das Bewusstsein für ein „Wasser für alle“ einzufordern.

erste Ideen

Vorangehensweise:

1. Worldbuilding

2. visuelle Informationsorganisation

3. Narration

4. Klimadarstellung

5. Wimmelbildlogik

6. Kommunikation durch Bild

7. räumliche Übersicht

8. visuelle Priorisierung

Zwischenpräsentation

Gestaltung

Konzeptschärfung durch den vertikalen Querschnitt

Die Entscheidung für den vertikalen Querschnitt auf einer frei schwebenden „Erdscholle“ dient als zentrales Ordnungssystem des Wimmelbildes. Diese räumliche Aufteilung übersetzt die komplexe sozioökonomische Thematik direkt in eine klare visuelle Hierarchie: Die drückende Hitze an der Oberfläche steht im harten Kontrast zu den hermetisch abgeriegelten Untergrund-Strukturen.

Farbklima & Symbolik

Das Farbkonzept unterstreicht die klimatische Dringlichkeit. An der Oberfläche dominieren warme, fast beklemmende Gelb-, Orange- und Erdtöne unter einer drückenden, übergroßen Sonne, welche die dauerhafte Trockenheit spürbar machen. Im Gegensatz dazu stehen die kühleren, technokratischen Töne der Bunkersysteme im Untergrund. Ein wesentliches Leitelement ist das Netz aus leuchtend orange-roten Wasserrohren: Es durchzieht die Bodenschichten wie ein organisches System und lenkt den Blick der Betrachter*innen gezielt auf die ungleiche Ressourcenverteilung.

Das Wimmelbild als narratives Kommunikationsmedium

Das Wimmelbild erlaubt es, drastische und dystopische Szenarien zu abstrahieren, ohne den Betrachter abzuschrecken. Durch eine Vielzahl fein ausgearbeiteter Mikronarrative (von den verzweifelten Selbsthilfe-Bohrungen an der Oberfläche über die wartenden Klimaflüchtlinge an der Wendeltreppe bis hin zum zentral platzierten Aktivisten mit seinem Protestschild), wird das Publikum zum aktiven Erkunden und Verweilen eingeladen.

Das Design fungiert hier nicht nur als reine Illustration, sondern als visuelles Argument für Klimagerechtigkeit.

fertiges Wimmelbild

für höhere Auflösung gerne meine page besuchen: https://linneavons.myportfolio.com/illustration

Abschlusspräsentation 13.07.2026

Werkschau 2026