Einleitung

Das Kolloquium ist wohl mit der berühmt-berüchtigtesten Prüfung des Studiums an der FH Potsdam. Es ranken sich Mythen darüber und keiner weiß zu Beginn wirklich, was das eigentlich ist und was das soll.

Nun stehe ich hier und muss meine Kolloquiumsprüfung halten. Und weiß ich eigentlich, was ich hier machen möchte? Nein, nicht wirklich. Zumindest am Anfang der Semesterferien noch nicht, da dort für mich die Zeit begann, hiermit anzufangen.

Ich hatte mehrere Ideen, wie man seine Arbeit reflektiert vorstellen könnte. Ich hatte eine Präsentation mit dem Thema „Fiebertraum“ überlegt, da dies im Vergleich zu anderen Studiengängen sich oft so anfühlte. Andererseits hatte ich darüber nachgedacht, wie ich eigentlich die Ergebnisse und das Wissen aus den Kursen speichere und archiviere und dazu ein passendes Produkt entwickeln könnte. Schlussendlich habe ich mich jedoch für ein Schauspiel entschieden, welches meine Gedanken und Emotionen über das Studium gut wiedergibt. Genauer gesagt handelt es sich bei meinem Stück um ein Monodrama. Diese Form der Darstellung passt speziell zu mir, nicht weil ich im Schauspiel begabt bin, jedoch weil ich selbst in den letzten Monaten mich in der Welt des Schauspiels verloren habe. Ich bin ein großer Fan davon, wie mit wenigen Mitteln Geschichten erzählt werden und wie Emotionen übertragen werden können.

Tabs – Ein Monodrama

Das Schauspiel ist eine Aufführung, in welcher ich zeige, wie ich nicht genug Zeit gehabt habe, für alle Kurse. Es wird im Laufe der Vorführung klar, dass all dies mich stresst, jedoch die tiefgehenderen Projekte die sind, die mir Energie geben und in welchen ich in ein Flow-State komme.

Ich habe mich für diese Art der Darstellung entschieden, da ich wollte, dass die Zuschauer*innen sich in mich hineinversetzen können und die Vorführung immersiv durch Sound- und Lichteffekte wahrnehmen.

Archiv-Box

Passend zum fragmentierten Schauspiel habe ich mich für die Printabgabe für eine Box mit Reflexions- und Fragmentkarten entschieden. Diese Karten beinhalten Learnings und Ergebnisse aus den Kursen, aber auch Reflexionen und tiefgehende Eindrücke zum Studium. Alle 111 Karten kommen durchmischt in der Box an, damit diese erst aktiv sortiert werden müssen, um so den Kontext des Durcheinanderseins zu erleben. Alle Karten sind farbcodiert, was die Sortierung erleichtert. Die Projektkarten sind alle Kurse, die ich bis zur Kolloquiumsprüfung absolviert habe.

Die Box, in welcher die Reflexionskarten aufbewahrt werden, ist so gestaltet, dass diese noch genug Platz bewahrt, um auch in Zukunft Karten hinzufügen zu können. Ebenfalls wurde sich bei der Fertigung dieser Box für den 3D-Druck bewusst entschieden. Diese Technologie spiegelt mich am besten wider und daher habe ich das Material und die Verarbeitung auch so gewählt, dass man recht schnell sieht, dass diese 3d gedruckt ist. Das Plastik ist semitransparent und lässt einerseits die Karten im Inneren, aber auch den Aufbau des Drucks sichtbar werden. Die Box lässt sich durch einen Mechanismus komplett öffnen, was die Entnahme und Sortierung der Karten deutlich erleichtert.