Postcards
Für die erste Aufgabe sollten wir Postkarten mit der Risograph-Maschine gestalten. Dabei standen uns sowohl die Maschine zur Verfügung, die zwei Farben gleichzeitig drucken kann, als auch die, die nur mit einer Farbe arbeitet.
Da ich experimentell an die Aufgabe herangehen wollte, habe ich mich bewusst für ungewöhnliche und besonders kräftige Riso-Farben entschieden: Neon Pink, Orange und Hunter Green. Diese Kombination versprach für mich einerseits eine starke visuelle Wirkung und andererseits auch einen spielerischen Umgang mit Kontrasten.
Das Endergebnis war jedoch ganz anders, als ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte. Die Überlagerungen der Farben, die leichte Verschiebung beim Druck und die besondere Textur des Risographen führten zu überraschenden Ergebnissen, die meinen Entwurf stark verändert haben. Gerade dieser unerwartete Effekt war aber spannend.

Zine Cover




Für das Cover meines Zines habe ich mich entschieden, mit der Farbe Blau zu arbeiten. Gleichzeitig hatte ich die Möglichkeit, den Siebdruck kennenzulernen. Dabei handelt es sich um ein Druckverfahren, bei dem die Farbe mithilfe eines Siebs auf das Papier gebracht wird. Der Sieb wird erst mit lichtempfindlichen Emulsion abgedeckt, sodass die Farbe nur an den gewünschten Stellen durch das Sieb gedrückt wird. Durch die Belichtung härtet die Emulsion an allen Stellen aus, die vom Licht getroffen werden. Dort, wo das Motiv auf dem Transparentpapier schwarz ist, bleibt die Emulsion weich und wird danach ausgewaschen.
Zine






















Tote Bag
Für den Druck auf den Tote Bag habe ich mich erneut für die Farbe Neon Pink entschieden. Eigentlich ist diese Farbe nicht speziell für Textildruck vorgesehen, sondern eher für Papier gedacht, trotzdem wollte ich ausprobieren, wie sie sich auf Stoff verhält.
Besonders beeindruckend fand ich, dass das Neon seine Leuchtkraft nicht verloren hat, sondern auch auf dem Stoff sehr intensiv und auffällig blieb. Außerdem habe ich beim Arbeiten gelernt, dass man beim Textildruck das Motiv mehrmals überdrucken kann. So wird die Farbe Schicht für Schicht durch die feinen Löcher des Siebes gedrückt, bis das Ergebnis wirklich kräftig und deckend ist.
Gerade dieser Aspekt hat mir gezeigt, dass Stoffdruck im Siebdruckprozess eine andere Herangehensweise erfordert als der Druck auf Papier. Während beim Papier oft schon ein einziger Druckvorgang reicht, braucht es auf Stoff mehr Geduld und mehrere Durchgänge, dafür entsteht aber ein besonders langlebiges und intensives Ergebnis.



