Zwischen Körper, Klang und Projektion
Wir haben uns im Kurs „there is a song for that“ auf die Suche gemacht nach einer Verbindung von Musik, Körper, Text und Licht. Wir wollten mit dem Video die Intensität des Songs sichtbar machen. Das Ergebnis ist ein audiovisuelles Experiment, das mehr ist als eine Inszenierung: eine Überlagerung von Sound, Körper, Instrument und Schrift.
In dem Text handelt es sich um einen Parasiten der als Metapher für zwischenmenschliche Beziehung gelesen werden kann.
Der Song selbst ist laut und kompromisslos – eiaus Rock, psychedelic und Punk. Diese musikalische Rohheit war unser ästhetischer Anker: Wir wollten keine sauberen Bildflächen, keine „schönen“ Kamerafahrten. Stattdessen haben wir mit hartem Kontrast, starkem Schatten und flirrenden Projektionsflächen gearbeitet. Die Lyrics sind nicht dekorativ – sie sind Teil der Performance, fordern Blickkontakt, überlagern sich und blenden.
Rot ist die bestimmende Farbe im Bild. Nicht nur als Projektionston, sondern als Stimmung: intim, fordernd, lebendig. In Kombination mit gleißender, beinahe schmerzhaft heller Schrift entsteht ein Bildstrom, der wenig Raum für Distanz lässt – eine fast körperliche Überforderung, ganz im Sinne des Tracks. Man sieht den Text nicht nur man soll ihn spüren.
Das Videokonzept ist bewusst nicht linear erzählt. Es geht nicht um Story, sondern um Präsenz. Die Band soll als Projektionsflächen und Akteur:innen zugleich wirken. Ihre Bewegungen, ihre Haltung, ihre Körperlinien geben dem Text neue Lesbarkeit – oder brechen ihn. Es entstehen Momente von Entfremdung und Gleichzeitigkeit: Der Körper als Bühne, die Gitarre als Leinwand, der Songtext als Statement, das sich nicht an Wände hält.
Wir haben mit dieser Arbeit bewusst den Raum zwischen Konzert, Kunst und Video gesucht – irgendwo zwischen Musikvideo und Performance.
MOODBOARD
ERSTER INPUT
STORYBOARD / STYLEFRAMES
Im Zentrum des Projekts stand ein einfaches, aber wirkungsvolles Werkzeug: ein Beamer. Mithilfe dieses Projektionsmittels haben wir die Lyrics des Songs direkt auf die Körper der Band und ihre Instrumente geworfen – roh, grell, direkt. Die Worte flackern über Haut und Lack, krümmen sich über den Gitarrenhals, brechen sich in Becken, Trommeln und Schultern. Sprache wird so Bewegung.
ENTWURFSPRÄSENTATION
BEHIND THE SCENES
Während der Aufnahmen im Studio waren wir von zahlreichen Kabeln umgeben – von Lichtern, Instrumenten, dem Beamer und dem Laptop. Das machte Bewegungen nicht immer einfach, doch wir haben stets Lösungen gefunden: sei es, indem wir uns auf etwas stellten, um besser projizieren zu können, den Beamer auf unserem Kopf balancierten oder ihn zwischen den Beinen positionierten:)
FINALES VIDEO
BAND INFO
Website: https://thesoapband.com
Instagram: https://www.instagram.com/theofficialsoapband/
Spotify: https://open.spotify.com/intl-de/artist/2mRd6YI7Qa0f6P0CVFz6YX?si=Vn1I0VkbRYyL8hGk0TLJ0Q