Das Produkt
Sandrine und ich haben an einem zirkulären Redesign für die Bosch AdvancedShear gearbeitet. Die Gras- und Heckenschere gehört zu der grünen DIY-Reihe von Bosch und ist Akku betrieben.




Kompakt und kraftvoll: vielseitige, leistungsstarke Strauch- und Grasschere
- Flexibles 18V-Gerät mit zwei Messern zum Formen und Trimmen
- Kraftvoll und trotzdem kompakt: 18V POWER FOR ALL-Akku und -Motor
- Einhandbedienung: ideal zum Formen und Trimmen von jungen Hecken, Sträuchern oder Gras
- Durchschnittlich bis zu 85 Quadratmeter pro Akkuladung
- ein Akku für das komplette Home & Garden-Gerätesystem
Proben
Als erstes haben wir das Gerät getestet und wollten sehen wo die Stärken und Schwächen des Produktes liegen.
Wir haben die Ergonomie, Handhabung, Schnittleistung und Akkuleistung untersucht.




Recherche
Als erstes haben wir mit einer allgemeinen Marktrecherche zu Gras- und Heckenscheren angefangen und uns über Bosch als Unternehmen informiert.
Danach haben wir uns auf das Produkt selbst fokussiert. Als erstes wollten wir heraus zu finden wie die Performance des Gerätes auf langer Sicht ist. Dafür haben wir den Produkt-Lebenszyklus durchgespielt und Kundenbewertungen ausgewertet. Danach haben wir das Produkt auch aus ökonomischer Perspektive betrachtet und uns einen Überblick über Anschaffungs- und Instandhaltungskosten verschafft.














Demolition
Am Demolition Day haben wir das Gerät komplett auseinander genommen und dokumentiert.
Danach konnten wir auf jeden Fall festhalten, dass Bosch das Gerät auf Reparierbarkeit entworfen hat. Es gab kaum Probleme an einzelne Komponenten heran zu kommen.
Nur bei der Messerverbindung der Grasschere hatten wir anfangs Schwierigkeiten und für den Wellenring hatte uns leider das passende Werkzeug gefehlt.






Bilanzierung
Für die Bilanzierung wurde jedes einzelne Teil gewogen und sein Material notiert. Daraus wurde dann sein Carbon Footprint berechnet.
Die Ergebnisse haben wir dann ausgewertet und in übersichtliche Grafiken übertragen.










Haupterkenntnisse der Recherche und Analyse
- Die Fehleranfälligkeit und der Pflegebedarf der Messer schränkt, die Funktionalität ein
- Das Material und der Carbon Footprint der Verschleißteile können minimiert werden.
- Die Kommunikation der De- und Remontage für den Schleifprozess sollte verbessert werden.
DIN-Matrix
Unsere Haupterkenntnisse haben wir dann für die Arbeit mit der DIN-Matrix mitgenommen.
Als erstes haben wir diesen Erkenntnissen passende zirkuläre Kategorien der DIN-Matrix zu geordnet und diese dann nach den Grundsätzen der zirkulären Materialflüsse gruppiert.
Die Arbeit mit der Matrix




Anwendung der Matrix
Danach haben wir mithilfe der Matrix die zirkulären Produktattribute bewerten können und damit die wichtigsten drei herauslesen.
- Funktionsbeständigkeit & Zuverlässigkeit des Produkts (einschließlich Teile, Komponenten & Materialien)
- Design mit einfacher Demontage und Remontage
- Auf- und Abwärtskompatibilität und Verwendung von standardisierten Teilen
Aus diesen Attributen haben wir dann unterschiedliche zirkuläre Konzepte ableiten können.
Redesign
Konzeptentwicklung






Social Design
Beim ersten Konzept ging es darum NutzerInnen und das lokale Handwerk zusammen zu bringen.
Indem die Suche nach einem passenden Schleifservice verbessert wird die Pflege der Messervereinfacht werden und somit ihre Langlebigkeit verbessert.
Der Schleifservice ermöglicht es außerdem das Material der Messer in den Recyclingkreislauf zurückzuführen durch eine fachgerechte Entsorgung. Der Kreislauf wird geschlossen indem neue Klingen aus recyceltem Stahl hergestellt werden.








Workflow
Indem die Demontage des Grasmessers erleichtert wird, soll die Hürde für die NutzerInnen verkleinert werden das Messer auseinander zu bauen und schleifen zu lassen.




Kommunikation
Bei dem letztem Konzept sollen die NutzerInnen dazu gebracht werden von sich aus weniger zu verbrauchen. Das soll über zwei Ebenen passieren.
Einmal soll über das Produkt selbst besser kommuniziert werden, dass Verschleißteile ausgetauscht werden können und ein Neukauf nicht nötig ist.
Die zweite Ebene läuft über die DIY-App von Bosch. Dort werden bisher nur komplette Aufsetze angeboten. Wären auch Einzelteile verfügbar, wäre es den NutzerInnen möglich weniger zu verbrauchen.




Zusammenfassung
