Thematik und Erzählperspektive

Die diversen Aspekte einer offenen Beziehung erzählt anhand der positiven und negativen Erfahrungen, sowie Einblicke in die Gefühlswelten der Protagonisten.

Themenschwerpunkte // Beziehung, Liebe, Monogamie

Das Interview ist aufgebaut wie ein Dialog zwischen den beiden Protagonisten Felix und Max, die seit 4 Jahren eine Beziehung führen. Der Interviewer ist dabei nicht zu hören, aber leitet die Konversation an.

Bildwelt und visueller Stil

Die Inhalte des Interviews werden anhand eines Roadtrip-Szenarios wiedergegeben, in dem Landschaften und Geschehnisse für die innere und äußere Welt stehen. Die Bilder bestehen aus einfachen Lineart-Zeichnungen (flat illustrations), mit wenigen Details, auf monochromen Hintergrund.

Figuren werden ohne besondere Merkmale (Geschlecht, ethnische Merkmale, Kultur) dargestellt, um ein diverses Publikum anzusprechen.

Moodboard

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Audioproduktion

Zunächst haben wir uns für das Interview getroffen. Dabei stellte Maia die Fragen an die Interviewpartner.

Interviewfragen:

1. Frage: Was bedeutet „offene Beziehung“ für dich/euch?

2. Frage: Warum bist/warst du in einer „offenen Beziehung“?

3. Frage: Hast du etwas erlebt/ jemanden kennengelernt, dass/der dir im Kopf geblieben ist und warum?

4. Frage: Gutes Erlebnis/ Schlechtes Erlebnis?

5. Frage: Wie glaubst du, nimmt man deine offene Beziehung wahr? Woran machst du das fest/ Beispiele?

6. Frage: Wie wirkt sich eine offene Beziehung auf die individuelle sexuelle Identität und sexuelle Erfahrung aus?

7. Frage: Welche Vorteile/Nachteile siehst du/ihr am offenen Beziehungsmodell?

8. Frage: Was braucht man, damit eine offene Beziehung funktioniert?

9. Frage: Entsprechen deine Erfahrungen, deinen anfänglichen Erwartungen?

10. Frage: Etwas, womit du/ Ihr nicht gerechnet hast/habt?

11. Frage: Hat eine offene Beziehung eine Zukunft für dich/euch und was sind deine Erwartungen/Sorgen?

Nach dem Interview haben wir den Inhalt über Adobe Premiere transkribieren lassen und gekürzt. (~42 min → ~7 min). Anschließend sortierten wir die einzelnen Sinnabschnitte auf einem Miroboard, um daraus später die Story des Films bilden zu können.

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Storyboard

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Animation

Die einzelnen Szenen wurden mit Callipeg, einer Animationssoftware die sowohl mit „Frame by Frame“- als auch Keyframeanimationssystemen arbeitet, erstellt. Für komplizierter Bewegungsabläufe in Szenen haben wir uns für rotoskopische Animationsansätze entschieden (Filmmaterial als Vorlage der Animation).

Kurzfilm - You. Me. Them.

Link zum Kurzfilm

https://vimeo.com/manage/videos/868418397

Pw: OpenRelationship

Fazit

Generell haben uns der Kurs und die vermittelten Inhalte zu Dramaturgie und Produktion eines Animationsfilms sehr gut gefallen. Die verschiedenen Beispiele für animierte Dokumentarfilme zu analysieren und die Intentionen der Produzenten versuchen zu verstehen hat eine gute Grundlage für die Erstellung unseres eigenen Films gelegt und uns bei der Konzeption von „You. Me. Them.“ unterstützt.

Auch der Audioworkshop zu verschiedenen Aufnahmetechniken und dem Handling des entsprechenden Equipments war sehr informativ und vereinfachte uns die Audioproduktion des von uns geführten Interviews merklich.

Obwohl wenn „You. Me. Them.“ unser erster Versuch ist, einen animierten Dokumentarfilm zu erstellen, sind wir sehr zufrieden mit unserer finalen Arbeit. Bei der Erstellung konnten wir viel über die unterschiedlichen Animationsformen (rotoscoping, frame by frame, keyframing) lernen und bei der Erstellung der einzelnen Szenen in Callipeg anwenden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Konzeption der Bildwelt, war es uns letztendlich möglich eine gute Basis für unsere Erzählung zu finden und das von uns aufgenommene Interview mit passenden Bildern zu unterstützen.