1. Vorbereitung
Ich war keine völlige Anfängerin in der Malerei. Ich versuchte mich mehrmals an unterschiedlichen Bildern (vor allem Porträts), aber wurde nie so ganz warm mit dem Medium. Mit Acrylfarbe konnte ich einfach nicht die Effekte erzählen, die ich mir in meinen Gemälden wünschte. Deswegen probierte ich mich nach langer Recherche mit Ölfarbe aus -einem wahnsinnig komplizierten Medium.
Long story short: beide Medien unterscheiden sich so stark voneinander, dass ich umso verwirrter in der Verwendung mit ihnen wurde und es gänzlich sein ließ.
Ich liebte das Malen trotzdem, ich konnte mich nur einfach nicht motivieren, mir die Zeit zu nehmen und meine Erfahrungen mit sowohl Acryl- aber vor allem Ölfarbe zu machen. Und dann kann dieser Kurs-
Mit diesem Kurs erhoffte ich mir endlich aus meiner Komfortzone geschubst zu werden und zu malen, malen, malen. Mir die Zeit nehmen zu müssen, um zu beobachten, auszuprobieren und zu verstehen.
2. Acrylfarbe
Zu Beginn des Kurses entschied ich mich mit Acrylfarben zu malen. Ich wollte meinen rumliegenden Farbtuben eine zweite Chance geben.
Ich finde an Acrylfarbe so vorteilhaft, wie leicht sich Stellen korrigieren lassen. Du hast dich vermalt? Dann lässt du die Farbe kurz trocknen und malst einfach drüber. Acrylfarbe trocknet innerhalb von Sekunden oder Minuten. Dadurch müssen die Farben ständig neu angemischt werden, etwas wovon ich nie der größte Fan war.
Ich hatte enorme Probleme mit der Größe der Bilder. Vorort malten wir auf A2-Format. Das bedeutete viel Fläche, viel Farbe und regelmäßig Abstand zum Bilden zu nehmen.
Auch die Zeit machte mir Probleme, jedes Bild sollte innerhalb von 5 Stunden fertig sein und ich verzwickte mich zu oft in Details und Farben neu anmischen.
Mein Standort im Raum war ebenfalls nicht die beste Wahl gewesen, es war schattig und die Farben während ich malten sahen anders aus, als anschließend im Licht. Mein Stuhl, der mir als Stütze diente war zu rutschig und mein Brett verrutschte oft.
Für mich war es seitdem die beste Wahl zu Hause zu malen: meine Staffelei, all meine Farben an einem Fleck und keine Kurse im Anschluss.
3. Ölfarbe
Zum Malen mit Ölfarbe benötigt man Malmittel wie Terpentin, um die Farbe zu verdünnen oder um den Trocknungsprozess zu beschleunigen/verlangsamen. Diese Mittel und Ölfarbe sind sehr geruchsintensiv, weswegen ich nach langer Recherche zu wasservermischbarer Ölfarbe griff -sie ist geruchsärmer und lässt sich mit Wasser auswaschen.
Die wasservermischbaren Ölfarben, die ich benutzte, trocknen innerhalb von einem oder mehreren Tagen. Ich benutzte zusätzlich ein Leinöl (modifiziert), zum Verdünnen der Farben.
Das einzige Problem war der Untergrund -Öl saugt sich ins Papier oder die Leinwand und dementsprechend muss grundiert werden. Das tat ich meistens mit einer Schicht Acrylfarbe.
3.2. Abstrakte Versuche mit Ölfarbe
Um die Texturen von Ölfarbe besser zu verstehen und verschiedene Farbkombinationen, Farbaufträge und Techniken zu erproben, habe ich einige abstrakte Bilder angefertigt. Ich habe sehr pastös gearbeitet und verschiedene Pinselführungen austestet.
Diese Arbeiten halfen mir, um meine Hände zu lockern und Farbkombinationen zu testen.
3. Reflexion und Fazit
Nach tausendfachem Pinselwaschen und einigen geleerten Farbtuben später bin ich stolz auf mich und meinen Lernfortschritt.
Bei meinen ersten Bildern hatte ich keine Ahnung was ich tue, oder wo ich anfangen soll. Alles überforderte mich, Schatten zuerst? Welche Farben sehe ich wirklich? Wie kriege ich diesen Übergang hin?
Inzwischen fällt es mir fiel leichter ein Bild anzufangen und Objekte zu verstehen, Formen zu erkennen und Farben zu mischen. Ich habe noch viel zu lernen, trotzdem freut es mich wie sehr dieser Kurs mich aus meine Komfortzone geschubst hat und ich endlich wieder Spaß am Malen gefunden habe.